Festspielhaus in Füssen unter neuer Führung

Füssen - Das Festspielhaus in Füssen bekommt eine neue Führungsstruktur.

Wie die Geschäftsleitung am Mittwoch mitteilte, wird der österreichische Unternehmensberater Hans Musser das Haus noch in dieser Woche verlassen. Er hatte es seit der Insolvenz des zweiten Ludwig-Musicals Anfang 2007 begleitet und an einem Konzept zur Fortführung des Spielbetriebs mitgearbeitet. Für die wirtschaftliche Seite übernehme der Kemptener Unternehmensberater Stefan Weigert künftig die Geschicke des Hauses. Die Veranstaltungsplanung werde Arne Meerkamp van Embden, einem langjährigen Mitarbeiter des Festspielhauses, übertragen.

Weigert und Meerkamp wollen nach Angaben der Geschäftsleitung das Festspielhaus weiterhin als eine Spielstätte sowohl für die Menschen aus der Region als auch für Allgäu-Urlauber mit Leben füllen. Es sei geplant, weiterhin die gesamte Palette kultureller Veranstaltungen auf die Bühne zu bringen und das Haus, das ausschließlich mit privaten Geldern einer Unternehmergruppe finanziert wird, zusätzlich für Kongresse und Firmenveranstaltungen zu vermieten.

Nach knapp zweijähriger Laufzeit hatte das Musical "Ludwig²" um Leben und Tod des bayerischen Märchenkönigs im März 2007 Insolvenz anmelden müssen. Etwa 100 Mitarbeiter hatten damals ihren Job verloren. Auch das Vorgänger-Musical "Sehnsucht nach dem Paradies" war im Oktober 2003 nach einer Laufzeit von drei Jahren mit einem Schuldenberg von rund 24 Millionen Euro Pleite gegangen.

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