Feuer in Japans berühmtem Daigoji-Tempel zerstört Holzhalle

Tokio - In dem zum Weltkulturerbe gehörenden Daigoji-Tempel in Japan hat ein Feuer eine Holzhalle zerstört. Wie japanische Zeitungen am Montag berichteten, brach das Feuer in der Junteido "Kannondo"-Halle in der Nacht zum Sonntag vermutlich durch Blitzeinschlag aus.

Die in den Bergen der alten Kaiserstadt Kyoto gelegene, fast 150 Quadratmeter große Halle brannte vollständig nieder. Auch ein angrenzender Besucherraum wurde zerstört. Andere Gebäude der im Jahre 874 gegründeten, riesigen Tempelanlage waren der Tageszeitung "Asahi Shimbun" zufolge jedoch nicht betroffen gewesen.

Die niedergebrannte Holzhalle sei 1939 schon einmal Opfer von Flammen und 1968 wiederaufgebaut worden. Bei dem erneuten Brand vom Sonntag sei auch eine buddhistische Holzskulptur zerstört worden, hieß es. Verletzt wurde niemand. Der Daigoji ist eines der bedeutendsten religiösen Zentren, der Wallfahrtsort und war 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben worden. Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn hatte in einer gerade zu Ende gegangenen Ausstellung erstmals in Deutschland Schätze der bedeutenden buddhistischen Klosteranlage gezeigt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Hamlet ist Richter und Henker“
München - Gleich zum Auftakt des Jahres lassen es die Münchner Theater krachen. Wenige Tage nach „Macbeth“ am Residenztheater folgt in den Kammerspielen ein weiterer …
„Hamlet ist Richter und Henker“
Die Fantastischen Vier in der Oly-Halle: Mit fantastischen Grüßen
München - Wer das Wort „fantastisch“ im Namen führt und auszieht, sein Best-of unters Volk zu bringen, der hängt die Messlatte hoch. Die Fantastischen Vier erfüllen den …
Die Fantastischen Vier in der Oly-Halle: Mit fantastischen Grüßen
Im Reich von Mode und Magie
Zürich - Spätestens seit dem Terroristen-Epos „Carlos“ ist der französische Filmemacher Olivier Assayas auch deutschen Kinofans ein Begriff. Sein preisgekröntes Drama …
Im Reich von Mode und Magie
Mordmotor mit Unwucht
Andreas Kriegenburg inszenierte William Shakespeares „Macbeth“ fürs Münchner Residenztheater
Mordmotor mit Unwucht

Kommentare