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Blick in die Zukunft des Fernsehjahres: Kreshnik Xhelilaj (l.) und Wotan Wilke Möhring spielen im RTL-Dreiteiler "Winnetou" die beiden Blutsbrüder. Der genaue Sendetermin ist noch nicht bekannt.

FilmFernsehFonds Bayern

Das war ein gutes Fernsehjahr

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München - Rückblick auf das Fernseh- und Kinojahr 2015: Der FilmFernsehFonds Bayern ist zufrieden mit den von ihm geförderten Projekten

Jetzt bloß keine falschen Erwartungen. Nur weil der FilmFernsehFonds Bayern (FFF) künftig höhere Fördersummen an einzelne Projekte vergeben kann, heißt das nicht, dass auch jeder Antrag den höchst möglichen Betrag erhält. FFF-Bayern-Geschäftsführer Klaus Schaefer mit einem Lächeln: „Auch unser Geld ist endlich.“ Die Stimmung ist trotzdem positiv gestern Mittag beim Presselunch der Gesellschaft zur Förderung der Medien in Bayern. Schaefer und seine Stellvertreterin Gabriele Pfenningsdorf haben Schauspieler, Regisseure, Produzenten und die Presse eingeladen, gemeinsam das vergangene Förderungsjahr Revue passieren zu lassen – und positiv in die Filmzukunft zu schauen.

2015 war ereignisreich, auch für den FFF, wie Schaefer betont. Was in diesem Fall heißt: Es gab viel Arbeit zu tun – um den Antragstellern die Arbeit künftig zu erleichtern. „Wir haben ein Online-Portal zur Einreichung aufgebaut“, berichtet der Geschäftsführer. Künftig können Anträge also digital gestellt werden. Bis dahin sei es aber ein mühevoller Weg gewesen.

Die Bewerbung wird formal einfacher, und mehr Geld gibt’s – im besten Falle – ebenfalls. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende des FFF Bayern, ist ebenfalls gekommen, um zu berichten. Demnach habe der Freistaat im Jahr 2015 für verschiedene Förderbereiche die Mittel erhöht. 100 000 Euro gingen in den Nachwuchsbereich, in dem damit gezielt Animationsprojekte junger Filmemacher unterstützt werden können. Eingeführt wurden Mittel für Produzenten von visuellen Effekten (VFX) in Höhe von 500 000 Euro. Der Förderrahmen für Computerspiele wurde um 100 000 Euro erhöht. Außerdem habe der Freistaat am Ende des vergangenen Jahres eine weitere Erhöhung der Mittel für das Sonderprogramm Internationale Koproduktionen um 1,45 Millionen Euro angekündigt. Aigner zeigt sich stolz auf die Erfolge 2015: „Was mich besonders freut: Dass hinter einem FFF-geförderten Film selbst James Bond hinten anstehen musste.“ Die Rede ist von „Fack ju Göhte 2“, dem Abräumer unter den FFF geförderten Produktionen. Von den neun deutschen Kino-Publikumsmillionären im vergangenen Jahr wurden fünf durch Mittel des Filmfonds mitfinanziert.

Auch die für das Fernsehen produzierten Beiträge müssen sich nicht verstecken. Von „Luis Trenker – der schmale Grat der Wahrheit“ (ARD) bis „Landauer – der Präsident“ (ARD): Viele der Projekte wurden mit Preisen ausgezeichnet. Gabriele Pfenningsdorf weist zum Tisch in der Mitte des Raumes. Dort sitzt der Schauspieler Kreshnik Xhelilaj. Pfenningsdorf: „Sie sehen: Winnetou lebt!“ Xhelilaj wird in der für RTL produzierten dreiteiligen Neuauflage des Klassikers von Karl May die Rolle des Indianerhäuptlings übernehmen. Damit er Seite an Seite mit Blutsbruder Old Shatterhand (Wotan Wilke Möhring) durch die Prärie reiten kann, hat ebenfalls der FFF Bayern Gelder beigesteuert.

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