Filmförderung: Vorwurf ist starker Tobak

- Seit neun Jahren existiert der FFF, der FilmFernsehFonds Bayern, bereits. Und wird vom Bayerischen Obersten Rechnungshof (ORH) immer wieder aufs Neue kritisiert. Zu unrentabel sei das gesamte Verfahren, die bayerische Filmindustrie mit staatlichen Darlehen zu fördern. Zu viel Geld fließe in ausländische Produktionen. Und überhaupt, die Rückzahlung von Fördermitteln aus erfolgreichen Produktionen sei nach wie vor niedrig. Das ist starker Tobak, aber inzwischen hinlänglich altbekannt. Erst im vergangenen Dezember gab es den letzten Krach der Kontrahenten.

<P>Nun geht's also in die nächste Runde.<BR><BR>Ein ungut weites Feld</P><P>Man fragt sich bei der ganzen Empörung es ORH nur, was er eigentlich vom FFF erwartet. Zugegeben, dessen Aufgaben changieren seit der Gründung in einem ungut weiten Feld zwischen wirtschaftlicher Einrichtung und Kulturförderung. Doch das, nebst aller damit verbundenen Schwierigkeiten, ist auch dem ORH bekannt. Ebenso dürfte man im Rechnungshof schon davon gehört haben, dass sich Kulturförderung selten mit klingender Münze auszahlt. Im Klartext also mehr mit hehren Idealen als mit nüchternen Kalkulationen zu tun hat. Der FFF soll sich rechnen und gleichzeitig das zarte Pflänzchen Kino-Kultur pflegen. Fragt sich bloß, wie. Die Finanzierung der Künste erzielt selten oder eigentlich fast nie die Rendite, von der Bankbeamte nachts träumen. Das war bei der Errichtung der Sixtinischen Kapelle oder beim Bau von Neuschwanstein schon so und ist heute beim deutschen Film nicht anders.<BR><BR>Wer sich einerseits, wie der Freistaat es so löblich exerziert, die Förderung der heimischen Filmproduktion auf die Fahnen geschrieben hat, darf andererseits eigens dafür ins Leben gerufene Institutionen wie den FFF nicht permanent als Geldverschleuderer titulieren. Kunst kommt von Können, heißt es. Möglicherweise von Rechnen-Können. Ganz sicher aber von Gönnen-Können.<BR></P>

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