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Das rote Haar ständig in Bewegung: Florence Welch verzauberte am Mittwoch München.

Unbekümmert herzlich

Florence + the Machine in der Olympiahalle: Zauberhafte Hypnose

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München - Sie schwebt, sie wirbelt, sie tanzt: Keine nimmt die Bühne so ein wie Florence Welch von Florence + the Machine, die gestern in der Olympiahalle ein zauberhaftes Konzert gaben. Eine Nachkritik.

Keiner beherrscht die Pirouette so wie sie. Barfuß, aus vollem Lauf, auf Zehenspitzen, wirft Florence Welch die Arme nach oben und lässt die weite weiße Schlaghose flattern. Von links nach rechts fliegt sie wie eine Elfe über die Bühne und hypnotisiert die Fans in der Münchner Olympiahalle. Mit ihrer Stimme, ihrer Präsenz, ihrem Wesen.

Es ist ihre unglaubliche Ausstrahlung, die jeden Konzertabend von Florence + the Machine zum Erlebnis macht. Das Debüt-Album „Lungs“ stürmte vor sechs Jahren in der Heimat Großbritannien an die Spitze der Charts und enthielt mit „Dog Days Are Over“ eine Hymne, die auch heute noch Höhepunkt eines jeden Auftritts ist. Mittlerweile bespielt die Band die größten Hallen, tritt als Headliner auf Festivals wie Southside, Hurricane und Glastonbury auf – und ist mit ihrem dritten Album „How Big, How Blue, How Beautiful“ mal eben für fünf Grammys nominiert.

Die Unbekümmertheit, mit der Florence Welch über die Bühne schwebt, das rote Haar in ständiger Bewegung, die Herzlichkeit mit der sie ihr Publikum verzaubert – all das weckt Assoziationen an Woodstock, obwohl weder der Großteil der Zuschauer noch die 29-jährige Frontfrau das legendäre Festival miterlebt haben. Trotzdem wirkt Florence Welch wie ein moderner Hippie, der außer Luft, Liebe und Musik nichts zum Leben braucht. Nach einem kurzen Bad in der Menge taucht sie wieder auf aus dem Bühnengraben. Mit einer Bitte. Alle Smartphones aus. Zumindest für ein Lied. Das Publikum folgt artig. Es leuchtet nur noch die verspiegelte Mosaikwand auf der Bühne. Und die Frau am Mikrofon. Sie strahlt.

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