Jugendlicher (17) ist verschwunden - wer hat Deniz gesehen?

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Fix und Foxi wandern nach China aus

- München - Ein Wettkampf zwischen zwei Füchsen und einer Maus klingt nach einer klaren Sache. Stattdessen entwickelte sich in den 60er-Jahren eine harte Konkurrenz. Fix und Foxi kämpften mit Micky Maus um die Zielgruppe der acht bis zehn Jahre alten Comicfans. Die Bilanz der deutschen Füchse kann sich sehen lassen: Bis heute wurden 750 Millionen Exemplare ihrer Hefte verkauft. Doch seit Juli 2000 haben Fix und Foxi diesen Markt der Konkurrenz aus den USA überlassen und sich ins Fernsehen zurückgezogen. Pünktlich zu ihrem 50. Geburtstag am 6. Oktober soll sich das ändern.

<P>An diesem Tag erscheint ein Band mit den besten Geschichten und neuen Episoden von Fix und Foxi. "Das Jubiläumsbuch soll so etwas wie ein Neustart sein", sagt Michael Semrad, Sprecher der Verwertungsgesellschaft Kauka Promedia. Der Erfinder der beiden Füchse, Rolf Kauka, erlebt das Comeback nicht mehr. Der Zeichner starb vor drei Jahren. Die Entwicklung der TV-Serie im Jahr 2000 erlebte Kauka aber noch mit. Die beiden Staffeln sind mittlerweile in mehr als 20 Ländern zu sehen. Allein in Deutschland verfolgen rund eine Million Zuschauer jede Folge.</P><P>Der Ursprung von Fix und Foxi liegt in der Fabelwelt. 1953 erzählte Rolf Kauka in Heft 5 des "Eulenspiegel" die Geschichte von Reineke Fuchs. In Heft 6 trat stattdessen ein Fuchs-Zwillingspärchen auf, Fix und Foxi waren geboren. Am 6. Oktober 1953 erschien zum ersten Mal ein Comic mit dem Titel "Fix und Foxi" damals noch als Sonderausgabe des "Eulenspiegel". Im Gegensatz zu den Disney-Figuren waren sie "schrecklich normal" und "furchtbar brav", wie Kauka Promedia schreibt.</P><P>In der 50 Jahre langen Karriere hat sich Fuxholzen, das Heimatdorf von Fix und Foxi, nur wenig verändert: Die Zwillinge leben seit eh und je bei ihrem Onkel Fax, ihr Freund Lupo faulenzt in seinem schäbigen Turm, und Tante Eusebia bewahrt ihr Geld im Sparstrumpf auf, weil sie keiner Bank vertraut. In den Comic-Heften bekamen auch Importe aus dem europäischen Ausland wie Asterix, Lucky Luke oder die Schlümpfe ihren Auftritt.</P><P>Trotz vergleichbaren Erfolgs habe Rolf Kauka es abgelehnt, als "deutscher Walt Disney" bezeichnet zu werden, sagt Kauka-PromediaSprecher Semrad. Statt an den Figuren aus den USA habe sich Kauka in der Tradition von Wilhelm Busch und dessen "Max und Moritz" gesehen. Bei aller Unterhaltsamkeit sollten Fix und Foxi demnach immer einen pädagogischen Anspruch erfüllen.<BR>Dies gilt auch für die geplanten Projekte der Kauka Promedia: Außer dem Neustart des deutschen Heftes sind ein abendfüllender Kinofilm und der Schritt auf den chinesischen Markt geplant. Und vielleicht gelingt es den beiden Füchsen ja, dass Micky Maus angesichts der neuen alten Konkurrenz selbst ein bisschen fix und foxi ist.<BR></P>

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