Frankfurt ohne Konzept

- Nach ergebnislosen Gesprächen mit den Frankfurter Hoteliers und der Messegesellschaft will Buchmessendirektor Volker Neumann im März Verhandlungen mit München beginnen. "Das Bemühen der Verhandlungspartner in Frankfurt, die Buchmesse dort zu halten, scheint nicht sehr ausgeprägt", sagte Buchmessen-Sprecher Holger Ehling. Bis zu diesem Samstag sollte ein Konzept für die neuen Konditionen vorliegen. Neumann hatte wegen hoher Hotelzimmerpreise und hoher Standkosten für die Aussteller mit einem Umzug nach München gedroht.

<P>Daraufhin hatten sich im Januar erstmals alle Beteiligten an einen Tisch gesetzt und Verhandlungen bis zum 1. März vereinbart. Zunächst signalisierten Hotel- und Messebetreiber Entgegenkommen. </P><P>"Mit Erstaunen und Interesse" habe man gesehen, dass sich Hoteliers und Messegesellschaft nicht mehr kompromissbereit gezeigt hätten, so Ehling. Der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth hatte die Buchmesse versprochen, bis zum 1. März keine Verhandlungen mit anderen Standorten aufzunehmen. Nachdem diese Frist ohne befriedigende Ergebnisse verstrichen sei, werde Neumann "gezielt mit anderen Standorten sprechen".<BR><BR>Der Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller, Fred Breinersdorfer, plädiert für einen Umzug der Buchmesse. "München ist eine großartige Bücherstadt." Es gebe ohnehin Unbehagen in der Branche, dass die Messe ihren Zweck nicht mehr erfülle. Ein Umzug biete zudem der Leipziger Buchmesse eine Chance, sich neu zu positionieren. Die Frankfurter Buchmesse sei auf einem falschen Weg. Sie betreibe eine "unzulässige Elitisierung" und einen "Götzendienst der Verlagskonzentration". </P>

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