Frankfurter Musikmesse: Branche voller Hoffnung

- Frankfurt/Main - Hoffnungsvoll gestimmt geht die Musikbranche an diesem Mittwoch in die 27. Frankfurter Musikmesse. Nach Umsatzstagnation und Personalabbau im vergangenen Jahr erwarten Deutschlands Instrumentenbauer nachhaltige Impulse.

Zwar rechne die Branche 2006 allein wegen der angekündigten Mehrwertsteuererhöhung mit drei Prozent mehr Erlösen als im vergangenen Jahr. "Aber man weiß nicht, wie groß der Steuerschock 2007 sein wird", sagte der Vorsitzende des Dachverbandes Musikwirtschaft und Veranstaltungstechnik, Christian Blüthner-Haessler, in Frankfurt. 2005 lagen die Umsätze der deutschen Instrumentenhersteller wie im Vorjahr bei 412 Millionen Euro.

Bis Samstag (1.4.) zeigen 1561 Aussteller - 46 mehr als im Vorjahr - Neuheiten von der sich selbst stimmenden Gitarre bis zum Aufnahmestudio für den Hausgebrauch. Mehr als 30 000 Instrumente werden nach Angaben der Veranstalter zu sehen sein, außerdem Noten und Zubehör. Mit Firmen aus 50 Ländern bestätige die Messe ihren Anspruch, "die größte internationale Plattform im Musikbereich" zu sein, sagte der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Detlef Braun.

Auch die parallele Messe Prolight + Sound wartet mit einem Ausstellerrekord auf: 766 Firmen informieren über Trends der Veranstaltungs- und Kommunikationstechnik. Die Veranstalter erwarten zu beiden Messen wie im Vorjahr insgesamt mehr als 90 000 Besucher.

Im Rahmenprogramm haben sich Pop- und Rockstars wie Toto, Die Toten Hosen und Jeanette Biedermann zu Live-Konzerten angekündigt. Zudem werden mehrere Preise vergeben: Deutschlands beste Schülerband wird ebenso gekürt wie das beste Instrument aus heimischer Fertigung. Noch am Dienstag sollte der britische Rockmusiker Peter Gabriel (56) den mit 15 000 Euro dotierten Frankfurter Musikpreis erhalten.

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