„Wunder Wies“ erinnert an die Entstehungslegende der Wieskirche. Hier die Mitwirkenden bei der Probe. Foto: bse-pictures

Freilufttheater Steingaden mit „Wunder Wies“

Steingaden - Mit unbremsbarem Optimismus, das Megafon schwenkend, eilt Regisseur Helmut Gehlert durch die Kulisse. Der Endspurt fürs Freilufttheater „Wunder Wies" steht witterungstechnisch nicht gerade unter einem guten Stern. Trotzdem legen sich die bisweilen triefnassen Akteure - fast alle sind aus dem Ort oder kommen aus dem direkten Umland - mit sichtlichem Vergnügen ins Zeug.

Gemeinsam mit der Musikkapelle Steingaden, dem Steingadener Theaterchor, den rund dreißig Spielern der Welfenbühne, Statisten, Fuhrwerk, Reitern will man rund 160 Beteiligte in der ausladenden Kulisse präsentieren. Der imposante Holzbau des Bühnenbildes, gut fünf Meter hoch, zehn Meter tief und satte 35 Meter breit, prangt bereits seit Anfang Juli im Steingadener Fohlenhof.

Eigentlich längst überfällig fand es so mancher Theaterfreund, die spannende Geschichte der Entstehung des Weltkulturerbes Wieskirche auf die Bühne zu bringen. Der „Tatort“-erprobte Münchner Drehbuchautor Markus Fenner schuf die Textvorlage. Folgt man der Historie der lange geschmähten Figur des „Gegeißelten Heilands“, so gelangte die Skulptur 1738 in die Hände der Wies-Bäuerin Maria Lori. Sie entdeckte in den Augen des Heilands Tränen. Bald kamen viele Wallfahrer. Für das Gnadenbild wurde die Wieskirche gebaut. Dorothe Fleege

Informationen:

Premiere diesen Samstag, 20.30 Uhr, Fohlenhof, Steingaden; Karten: Tel. 08862/ 200, www.wunder-wies.de ; insgesamt zwölf Aufführungen bis zum 13. August.

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