S-Bahn: Störung auf Linie S8 - Hinweis für Reisende zum Flughafen

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Frisch geblieben

- Nein, R.E.M. sind nicht vom Erdboden verschwunden. Auch wenn man das in München aufgrund ihrer eher seltenen Gastspiele vermuten könnte. Mike Stipe & Co. leben - auf dem Königsplatz für genau 23 Lieder. Es war ein Best-of-R.E.M.-Konzert, das die drei verbliebenen Künstler Stipe, Peter Buck und Mike Mills (nach dem Ausscheiden von Schlagzeuger Bill Berry im Jahr 1998) mit drei Tourmusikern am Samstagabend boten.

<P>Mal ein bisschen Gänsehaut, dann eine gemütliche Mid-Tempo-Nummer und schließlich wieder ein fast ausverkaufter Königsplatz in gesitteter Extase. Mit Titeln wie "Imitation of Life", "So. Central Rain", "Daysleeper", "Loosing My Religion". Bei R.E.M. sagt schon fast die Setlist allein etwas über die Klasse eines Konzerts aus. Stipe enttäuschte niemanden. In beigem Anzug hüpft er von "Beginn the Beginn" bis zu "It's the End of the World as We Know It" vor seinen Fans umher, reicht Wein ins Publikum, flachst mit seinen Kollegen und tut das, was er am besten kann: singen. Wenn er seine Stimme erhebt, wenn die Lieder schon wenige Sekunden zuvor durch Peter Bucks Gitarre angekündigt worden sind, dann kommen die Erinnerungen hoch. Mit ihnen steigen noch immer die Originalgefühle in die Magengrube: Man fühlt sich verliebt, traurig oder enttäuscht.</P><P>Ein Argument für die anhaltende Eingängigkeit, Frische und Aktualität der Songs mag die Tatsache sein, dass R.E.M. keines ihrer Titel der Reklame preisgegeben haben. R.E.M. toben zwei Stunden auf einer Bühne, die aussieht wie der Flipperkasten in einer Hippiekneipe. Kein großes Videospektakel, nur ein bisschen Glitzer im Bühnenaufbau - das war's.</P><P>Und wenn R.E.M. am Schluss "It's the End of the World" spielen, dann hat es kurioser Weise den Anschein, dass eigentlich alles gerade erst begonnen hat. <BR></P>

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