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Cliff Richard wird auch am Wochenende für die Fans singen

Frohes Fetz: Night of the Proms in der Olyhalle

München - Einmal mehr gastiert "Night Of The Proms" in der Olympiahalle: Das erwartet die Wochenend-Besucher beim akustischen Adventskalender.

Ihr Sängerlein kommet! Weil Weihnachten ohne die Nokia Night Of The Proms ebenso wenig denkbar ist wie Ostern ohne Hase, macht der akustische Adventskalender, bei dem sich hinter jedem Türl eine Überraschung verbirgt, auch heuer Station in der Olympiahalle. Hinter den größten Türchen haben sich 2011 der quietschbunte Boy George und der bemerkenswert faltenfreie Altstar Cliff Richard versteckt. Vor allem diese beiden A-Proms begeisterten die Fans bei der diesjährigen Premiere des Spekulatius-Spektakels in der nicht ausverkauften Halle. Der Sternwerfer-Stimmung tat dies aber kaum einen Abbruch. „Let’s fetz!“, schlug Cliff vor – und es wurde ein Frohes Fetz!

Sponsor Nokia nimmt in diesem Jahr zwar Abschied – doch ansonsten bleibt das Erfolgsrezept unverändert: Ein wahrer Wunderzirkus aus Klassik und Pop, E-Gitarren treffen auf Orchester, sozusagen James Last Christmas. Und mittendrin Boy George als Prom-Bär: Grüner Hut, lila Lidschatten, farblich somit durchaus einem Christbaum ähnelnd, nur nicht so schlank. Pfundig waren die beiden Auftritte des gut aufgelegt wirkenden Ex-Sängers von Culture Club aber allemal. Natürlich Do You Really Want To Hurt Me, dazu ein akustisches Karma Chameleon – der Boy klingt trotz aller Exzesse immer noch wie 1983 auf MTV. Seine schrille Nacht hat Spaß gemacht!

 

Nackte Haut und Pop: Die heißesten Fotos

Nackte Haut bei Popstars

 

Auf Cliff Richard müssen die Fans fast bis zum Schluss warten. Davor gibt’s Pop-Geiger Charlie Siem (ein David Garrett ohne Zopf), der sich über Nirvanas Smells Like Teen Spirit hermacht, etwas mysteriösen Esoterik-Pop der Münchner Formation Lichtmond mit unheiligem Geraune und Musik Marke Schwanenzäh. Mehr Spaß machen lässiges Karibik-Feeling mit Kid Creole (Annie, I’m Not Your Daddy), der unübertreffliche John Miles (Music Was My First Love) – und Moderator Markus Othmer, der im Glitzeranzug launig wie eh und je durch die Sause führt.

Am Ende dann die große Show mit dem großen Cliff, der topfit über die Bühne wieselt, und sogar seinen deutschen Rote Lippen-Text noch intus hat. Mit dem fabelhaften Devil Woman und mit We Don’t Talk Anymore sorgt er für die großen Pop-Highlights des Abends. Fazit: Auch bei den Proms 2011 bekommen die Fans, was auf ihrem Wunschzettel steht: Hits, Punsch und (ein wenig) Rock ’n’ Roll.

Jörg Heinrich

Samstag um 20 Uhr, Sonntag um 15 Uhr in der Olympiahalle

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