Frühlingssinfonie als Geschenk

- Die geplante Flucht ins Ausland vor den Feierlichkeiten wird Peter Schamoni, der an diesem Samstag seinen 70. Geburtstag feiert, aus beruflichen Gründen nicht gelingen. Denn elf Jahre nach der Erstausstrahlung wird seine "Frühlingssinfonie" wieder in die Kinos kommen. "Der Film läuft anlässlich der Tournee von Herbert Grönemeyer, der damals die Rolle des Komponisten Robert Schumann gespielt hat, in diversen Programmkinos", sagte Schamoni.

<P>Der in München lebende Spross einer filmfixierten Familie blickt auf mehr als vier Jahrzehnte mit der Kamera zurück. Von "Zur Sache Schätzchen" mit Uschi Glas (1967) bis hin zu einem viel gerühmten Dokumentarfilm über Max Ernst (1991) experimentierte er sich durch die Facetten des Films. Kult, Kommerz und avantgardistische Kunst entstanden dabei.</P><P>Einer seiner jüngsten Streiche ist das Dokumentarstück "Majestät brauchen Sonne" (1999) über den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II., für das er eine Fülle verloren geglaubter Filmdokumente verarbeitete.</P><P>Der als Sohn des Filmwissenschaftlers Victor Schamoni in Berlin geborene Regisseur machte in Münster Abitur und studierte Kunst-, Literatur- und Theatergeschichte. Am Bayerischen Staatsschauspiel absolvierte er ein Regievolontariat. Schamoni galt seit der Unterzeichnung des "Oberhauser Manifests" (1962) als Mitbegründer des Neuen Deutschen Films. Er realisierte in seiner Karriere mehr als 30 Spiel- und Dokumentarfilme. Für "Hundertwassers Regentag" erhielt er 1973 eine Oscar-Nominierung. Und 1998 wurde er von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste mit der "Wilhelm-Hausenstein-Ehrung" als einer der "herausragendsten Filmemacher unserer Zeit" ausgezeichnet.</P>

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