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Der Gasteig muss saniert werden - doch wem wird diese Aufgabe zuteil?

Jury vertagt Entscheidung

Architekten streiten um Gasteig-Sanierung: Diese Entwürfe sind noch im Rennen

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Der nächste Schritt ist geschafft – aber es ist nur ein weiterer Zwischenschritt, denn: Die Jury konnte sich am Freitagabend auf keinen eindeutigen Sieger-Architekten für den neuen Gasteig einigen.

München - Die drei ausgewählten Vorschläge, die zur Nachbesserung geschickt wurden, hätten allesamt einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Bloß: Entscheiden wollte man sich nicht für eines der drei Büros aus München und Stuttgart. Ab 2020 soll der Ga­steig für 410 Millionen Euro generalsaniert werden.

Wir stellen Ihnen die drei Finalisten vor und sprachen mit den Architekturbüros. Welchen Gasteig hätten S’ denn gern? In drei Monaten soll ein Urteil fallen.

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Auer Weber (München)

Die Münchner wollen von der Ludwigsbrücke aus eine klare, „anziehende“ Sicht auf die Philharmonie schaffen – mit einer großen Freitreppe. „Innerhalb des Gasteig planen wir ein zusammenhängendes Foyer, das über die ganze Länge geht“, so die Architekten. Ein Hingucker soll auch das neue Restaurant auf der Philharmonie werden, das im Dunkeln „kupferartig leuchten“ soll. Eine „neue Krone“ also.

Die Philharmonie, das optische „Aushängeschild“, sei geometrisch etwas zu groß – die Bühne soll mehr in die Mitte, mit Deckensegeln und Brüstungsbändern mit perfekter Reflexion ließe sich das Problem Akustik lösen.

Ein Entwurf von Auer Weber aus München.

Wulf (Stuttgart)

Aus Stuttgart kommt dieser Entwurf mit den markanten „Türmen“, die vor allem die Philharmonie noch stärker akzentuieren. „Sie symbolisieren das, was der Gasteig im 21. Jahrhundert sein soll: eine Kultur-Kathedrale“, so die Architekten. Die Philharmonie soll weniger „trutzig“ und massiv werden, als wir sie bisher von der Ludwigsbrücke aus kennen. Die Türme haben auch einen ganz handfesten Zweck: Sie dienen als Flucht-Treppenhäuser. Die gesamten Gasteig-Gebäude werden zudem um ein Stockwerk erhöht.

Die Firma Wulf möchte die Wirkung des Kultur-Baus verändern.

Die Philharmonie wird aus wärmerem, dunklerem Holz als bisher sein. Die Architekten sprechen von einer „akustischen Verkleinerung“ – zwei obere Blöcke fallen weg, aber es bleiben 2400 Sitzplätze. Die Bühne ist so mittig, wie es die Vorgaben zulassen.

Henn (München)

Die Münchner Architekten wollen so viel Transparenz wie möglich - außen und innen. „Der Gasteig ist in sich ziemlich zerklüftet, das wollen wir ändern“, so die Architekten. Dazu läuft „wie auf einer Perlenschnur“ ein großer Glas-Kubus vom Foyer der Bibliothek bis zur Philharmonie. „Diese Magistrale öffnet und bietet gleichzeitig Orientierung, da von ihr alle Säle abgehen“, so das Büro. Zudem setzt man einen bewussten Kontrast zum Altbestand des 30-jährigen Komplexes. Große Treppen führen ohne Brüstungen direkt zum Gasteig.

Die Philharmonie soll „unaufgeregter werden“: Das heißt: größere Klarheit, die Bühne rückt mehr in die Mitte. „Wir bauen einen hölzernen Klang­körper“, so das Motto.

Eine bewusste Abgrenzung vom bisherigen Gebäude streben die Architekten aus dem Hause Henn an.

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