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Der Gasteig wird saniert. Baubeginn soll 2021 sein.

Geplant ist der ganz große Wurf

450 Millionen Euro! Gasteig-Sanierung ist der Stadt einiges wert

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Der Gasteig soll weiterleben und dafür gibt die Stadt einen ganzen Batzen Geld aus. Die Sanierung des Kulturzentrums wurde gestern in Auftrag gegeben.

München - Das Gasteig gibt Zwischengas. Am 5. April wird die Vollversammlung im Stadtrat abnicken, was am Dienstag von den Ausschüssen für Arbeit und Wirtschaft und Kultur beschlossen wurde: Die Sanierung kommt. Die Gasteig GmbH wurde einstimmig beauftragt, einen Planungswettbewerb durchzuführen. Kosten: zehn Millionen Euro. Der Zeitplan ist sportlich – bis zum zweiten Halbjahr 2018 sollen die Vorplanungen über die Bühne gegangen sein.

Wie sagt der neue Gasteig-Chef Max Wagner so schön: Es sei Zeit für einen großen Wurf. Und dafür stehen die Chancen gut. Laut tz-Informationen wird im Rathaus die große Lösung bevorzugt – soll heißen: mit einem Volumen von rund 450 Millionen Euro. Die Summe wird in verschiedene Pakete unterteilt, also etwa in Philharmonie, Carl-Orff-Saal, Bibliothek, Musikhochschule. Innerhalb des Finanz-Volumens kann man kurzfristig noch Gelder innerhalb der Pakete verschieben.

Der Gasteig ist zwar eines der größten europäischen Kulturzentren mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich, aber er bildet keine Einheit. Das soll sich ändern – damit zusammenwächst, was zusammengehört. Beispiel 1: Wer zu den Philharmonikern geht, will sich vielleicht vorher noch in der Stadtbibliothek informieren. Die macht aber um 19 Uhr zu. Beispiel 2: Wer sein Kind zu Spielfeld Klassik bringt, soll in dieser Zeit auch ein Erwachsenen-Ereignis besuchen können.

So gut wie sicher kommt eine Gastro-Terrasse aufs Dach. Das Münchener Kammerorchester soll hier Probenräume erhalten (im Wechsel mit dem Philharmonischen Chor) und im Carl-Orff-Saal (soll von 600 auf 1000 Plätze aufgestockt werden) auch konzertieren können.

Übrigens findet eine überraschend begeisterte Mehrheit der Politiker mittlerweile die früher heftig diskutierte Backstein-Fassade schön. Sie wird also bleiben. Veränderung braucht’s aber bei der Volkshochschule – die erwartet bis 2025 noch mal 25 Prozent mehr Besucher. Als vorgezogene Aprilscherze empfand man allerdings die Vorschläge von Wolfgang Heubisch (FDP): erstens Komplettabriss und Neubau (würde „nur“ rund 150 Millionen Euro mehr kosten), zweitens die Philharmoniker als Ausweiche auf die Theresienwiese zu schicken. In ein eigenes Bierzelt. Prost!

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