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Bundespräsident Joachim Gauck mit der documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev (r) Neben Gauck: seine Lebensgefährtin Daniela Schadt (2.v.l) und Ursula Bouffier, Ehefrau des hessischen Ministerpräsidenten

Gauck eröffnet 13. documenta

Kassel - Bundespräsident Joachim Gauck hat am Samstag in Kassel die Kunstausstellung documenta eröffnet. Die weltweit wichtigste Schau für zeitgenössische Kunst findet zum 13. Mal statt.

Sie dauert genau 100 Tage und wird nur alle fünf Jahre veranstaltet. Bis zum 16. September werden 750 000 Besucher erwartet, ebenso viele wie bei der Vorgängerschau 2007.

Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nahmen an der Eröffnung teil. Bei Sonnenschein hatten sich Hunderte von Besuchern und Schaulustigen vor dem Fridericianum in der Kasseler Innenstadt versammelt. Gauck winkte den Besuchern zu und verschwand in Begleitung der künstlerischen Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev im Fridericianum, einem der zentralen Ausstellungsorte.

Die Teilnehmerliste der 13. documenta umfasst 297 Namen, darunter auch Wissenschaftler, Mitarbeiter des Kuratorenteams und bereits gestorbene Künstler wie Salvador Dalí. Was diese Teilnehmer ausstellen, „mag Kunst sein oder nicht“, hatte documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev bei der Vorstellung ihres Konzepts erklärt. „Die Grenze zwischen dem, was Kunst ist und was nicht, wird unwichtiger.“

Außer in Museen und Parks wird die Kunst auch an vielen alltäglichen Orten zu sehen sein - in einem alten Bahnhof, in einem Bunker, einem Hotel mit Ballsaal, in Kaufhäusern oder leerstehenden Büros.

„Die documenta markiert immer wieder die Reflektion über das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft. Auch diese documenta wird wieder eine Bühne sein, auf der unsere Auffassungen von Leben in der Gegenwart in eindrucksvoller Weise hinterfragt werden“, hatte Neumann bereits zuvor mitgeteilt.

Bouffier erklärte in einer Mitteilung: „Hier kann eine Orientierung in der Debatte um Positionen der Kultur von heute gefunden werden. Hier können die Perspektiven für die Zukunft erkundet werden. Die documenta gibt Anstöße für die Besucher, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen - selbst wenn sie für uns manchmal unbequem oder irritierend sein können.“

dpa

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