Gediegene Qualität

- Alexander von Branca, der am Sonntag seinen 85. Geburtstag feiert, begegnet man in München auf Schritt und Tritt. Nicht in eigener Gestalt, vielmehr in seinen Werken. Sicherlich am berühmtesten seine neue Neue Pinakothek, die 1981 fertig gestellt wurde. 1967 hatte der Münchner Architekt den Wettbewerb gewonnen, dem im Krieg zerstörten Museum einen Nachfolge-Bau schenken zu dürfen.

<P>Viele Jahre wurde geändert, erweitert und wieder geändert. Dennoch zeichnen dieses Gebäude, das nicht wie der Vorgänger ein Parallel-Riegel zur Alten Pinakothek ist, eine gediegene Qualität aus und vor allem eine Haltung, die sich den Bedürfnissen der Menschen zuwendet. </P><P>Beides sind Grundzüge von Alexander von Brancas Schaffen, die ihn zu einem hochangesehenen Baumeister machten, aber nicht zu einem glamourösen Star seiner Zunft. Gemäßigt modern, der Tradition verpflichtet war von Branca ein gesuchter Architekt: von der Münchner Klosterkirche Herz Jesu (1955) in der Buttermelcherstraße über die Zentralbibliothek der Universität Regensburg (1974) und das Priesterseminar in Augsburg (1983) bis hin zur Spielbank von Bad Füssing (2000). Nicht nur ganz große Projekte fanden seine Aufmerksamkeit sondern auch An- und Umbauten, etwa wie beim C. H. Beck Verlag, Ainmillerstraße, oder beim Innenraum des Residenztheaters (1991). Bedeutend war auch von Brancas Einfluss auf die Stadterhaltung als Münchner Kreisheimatpfleger (1972-1988). </P><P>Alexander von Branca lebt heute in Miesbach, wo er im Kulturzentrum Waitzinger Keller von diesem Samstag bis 18. Januar (14-18 Uhr) Aquarelle und Skizzen zeigt - unter dem Motto "Räume, die das Ganze meinen".<BR>Simone Dattenberger <BR></P>

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