Sportflugzeug und Rettungshubschrauber stoßen zusammen 

Sportflugzeug und Rettungshubschrauber stoßen zusammen 

Gefühle einer jungen Mutter

- "Puccinis weite Bögen liegen meiner Stimme gut", resümiert Sandra Moon, die ab Pfingstsonntag als Titelheldin in "Madame Butterfly" auf der Bühne des Münchner Gärtnerplatztheaters stehen wird. In der Inszenierung von Doris Dörrie, mit David Stahl am Pult.

<P class=MsoNormal>Auch für Puccini singt sich die Sopranistin mit Bach, Händel oder Mozart ein, "denn das ist wichtig für die Flexibilität, und ich möchte die leichteren Partien so lange singen, wie nur möglich". Puccinis Japanerin Cio-Cio-San markiert für die Amerikanerin eine Grenze. "Allein wegen der vielen Noten", lacht Sandra Moon. "Die Butterfly singt ständig und hat häufig Ausbrüche, bei denen Posaunen, Hörner, alles dabei ist. Aber zum Glück habe ich kürzlich hier am Haus mit der ,Suor Angelika schon vorgearbeitet." Natürlich hat sie die weniger dramatischen Damen wie Mimi, Musette und Liu sowieso im Repertoire. Jetzt also noch die tragische Geisha, der sicher keine "Tosca" oder "Turandot" folgen werden. Vielmehr ein Ännchen im "Freischütz", schon im Juni in der New Yorker Carnegie Hall.</P><P class=MsoNormal>Als Pendlerin zwischen den Welten fühlt sich Sandra Moon, die vor 19 Jahren nach Deutschland kam und seit 1997 am Gärtnerplatztheater engagiert ist, richtig wohl. "Hier in München gehöre ich fest zum Ensemble, und in den USA mache ich höchstens zwei Produktionen pro Saison." Da war schon eine "Figaro"-Gräfin dabei, im vergangenen Jahr sogar eine Lucia in Portland und vor einiger Zeit eine Cleopatra (Händels "Giulio Cesare") an der Met. "Eigentlich war ich nur das Cover, aber dann trat der Ernstfall ein, und ich hatte Gott sei Dank gute Nerven."</P><P class=MsoNormal>Bei ihrem Münchner "Butterfly"-Debüt wird Sandra Moon keinen Kimono tragen, aber asiatisch geschminkt sein. Filmregisseurin Doris Dörrie, die sich nach zwei Operninszenierungen in Berlin und dem "Rigoletto" an der Bayerischen Staatsoper nun die "Butterfly" vorgeknöpft hat, ließ sich für ihre Arbeit am Herkunftsort inspirieren. "Sie zeigte uns ein Video mit einer bunt verkleideten Schar von Teenagern, die sie in Tokio an einem Jugendtreffpunkt, Harajuku, gefilmt hat. Ein Buto-Tänzer machte mit uns Bewegungstraining und eine japanische Regieassistentin trieb uns unsere westlichen Gesten aus." Zwischen zweitem und drittem Akt darf Butterfly sogar tanzen, sich aus einem Kokon herausschälen und zum Schmetterling entpuppen.</P><P class=MsoNormal>"Frau Dörrie war sehr entgegenkommend. Die Proben funktionierten sachlich und klar strukturiert. Wir waren ein gutes Team", freut sich Sandra Moon. Der allein erziehenden Mutter einer elfjährigen Tochter fällt es nicht schwer, sich in die Gefühlswelt der blutjungen Asiatin hineinzudenken: "Pinkerton will ihr das Kind wegnehmen, das ist doch ungeheuerlich. </P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

DJ-Legende Carl Cox kommt zum Echelon-Jubiläum
Einen besonderen Stargast erwarten die Veranstalter des größten elektronischen Musikfestivals in Süddeutschland zum großen Jubiläum. 
DJ-Legende Carl Cox kommt zum Echelon-Jubiläum
Alt-J in der Olympiahalle: Raffinierte Schnipselei
Das Trio Alt-J vollführt ein der immerhin zu zwei Dritteln gefüllten Münchner Olympiahalle ein Kunststück: die Konzertkritik.
Alt-J in der Olympiahalle: Raffinierte Schnipselei
Baselitz und Deutschland
Der Maler, Grafiker und Bildhauer Georg Baselitz über Erinnerungen, Klassiker und Widerständler, Deutschland und Nationalismus
Baselitz und Deutschland
Der letzte Stummfilm-Schrei
Das Orchester Jakobsplatz spielte im Rahmen seiner Reihe „Flimmerkammer“ in den Münchner Kammerspielen zu „Der Student von Prag“. Lesen Sie hier unsere Kritik:
Der letzte Stummfilm-Schrei

Kommentare