Generalsanierung

Lenbachhaus - nach Kandinsky-Schau: - Das Münchner Lenbachhaus wird, wie berichtet, von März 2009 an umgebaut und für zwei Jahre geschlossen. Die Planungen für den Umbau seien abgeschlossen, so Museumschef Helmut Friedel beim Sommerfest des städtischen Hauses, der Kostenrahmen von 52 Millionen Euro sei unverändert geblieben. Der Förderverein will 2,5 Millionen Euro beisteuern, wie er bereits im vorigen Jahr angekündigt hatte. Mit dem Umbau wurde das Büro von Norman Foster beauftragt.

Das Lenbachhaus, berühmt durch seinen Bestand an Werken des "Blauen Reiters", war nach dem Zweiten Weltkrieg hergerichtet und vor 30 Jahren erweitert worden. Wegen erheblicher Mängel in der technischen Ausstattung und beim Brandschutz ist eine Generalsanierung nötig geworden. Allerdings habe man nicht nur das Museum renovieren wollen, betont Friedel: "Wir wollen ein neues Museum." Wichtig ist ihm, dass die wachsenden Besucherströme leichter und bequemer ins Lenbachhaus und in den Kunstbau gelangen können. Dazu gehöre auch ein Neubau, in dem unter anderem der Eingang, der Museumsladen, Veranstaltungsräume sowie ein Café und ein Restaurant untergebracht werden sollen.

Als letzte große Ausstellung vor dem Umbau plant Friedel im Oktober 2008 eine umfassene Kandinsky-Schau. Sie soll mit internationalen Leihgaben ein "einmaliges Erlebnis" werden und anschließend in Paris und New York zu sehen sein. Wiedereröffnet wird die Städtische Galerie 2011 - rechtzeitig zum 100. "Geburtstag" der von Franz Marc und Wassily Kandinsky mitbegründeten Gruppe "Der Blaue Reiter". 

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