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Christian Gerhaher.

Bariton verärgert

Gerhaher: Art der Gergiev-Kritik nicht gerechtfertigt

München - In der Diskussion um den Dirigenten Valery Gergiev hat sich nun auch Sänger Christian Gerhaher zu Wort gemeldet. „Ich distanziere mich absolut von dieser Art der Kritik an ihm, die darauf zielt, er solle besser den Mund halten“, sagte der Bariton dem „Münchner Merkur“.

„Gerade in unserem Land müssen wir da ganz still sein.“ Soweit er Gergievs politische Ansichten kenne, könne er sie nicht teilen, betonte Gerhaher. Und trotzdem: „Gergiev jetzt in einer Art zu befragen, wie man es mit den alten Mitläufern des Dritten Reiches gemacht haben sollte, finde ich indiskutabel.“ Valery Gergiev wird derzeit kritisiert für seine positive Haltung zu Vladimir Putins Ukraine-Politik und zum russischen Homosexuellen-Gesetz. Grundsätzlich, so Gerhaher im Interview mit dem „Münchner Merkur“, sollten Künstler ihre Stimme erheben gegen Missstände. Dabei dürfe das Klischee keine Rolle spielen, Künstler verstünden nichts von Politik und sollten deshalb still sein. „Ich muss mich ja schließlich auch mit Politikern auseinandersetzen, die die Kultur finanziell beschneiden oder Kunst nur als Unterhaltung sehen.“

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