Gesang, Gedichte und Geschichten

- "Ihr Kinderlein, kommet. . ." - und wie geht's weiter im Text? Die erste Strophe mag ja noch sitzen, aber dieses Lied hat sieben. Doch wer darf schon von sich behaupten, sie alle zu können? Ebenso die vielen anderen schönen Gesangstexte. Für Abhilfe ist gesorgt: Das große Weihnachtsliederbuch "O du fröhliche!", munter illustriert von Annette Swoboda, weist den Weg zu Texten und Noten, mit Anleitung für die entsprechenden Griffe auf der Gitarre (Oetinger Verlag, 12, 90 Euro).

<P>"Markt und Straßen stehn verlassen,/ still erleuchtet jedes Haus,/ sinnend geh ich durch die Gassen,/alles sieht so festlich aus. . ." - Vor der Bescherung vielleicht ein Gedicht erwünscht? Möglichst nicht das Gleiche wie letztes Jahr? Das feine, nostalgisch mit handkolorierten Stichen aus dem 19. Jahrhundert ausgestattete Buch "Solch ein Fest ist uns bescheret" vereinigt die Klassiker der Weihnachtsgedichte: Texte von Eichendorff bis Rilke (Esslinger Verlag, 12, 90 Euro). </P><P>Gedichte und Gedanken - das enthalten ebenfalls die etwas kitschig aufgemachten "Weihnachts-Sternstunden". Auch hier begegnen wir Eichendorff, jedoch in Nachbarschaft etwa mit Erich Kästner, Werner Bergengruen oder Ludwig Thoma (Coppenrath Verlag, 16, 95 Euro). Einen bunten Strauß aus Geschichten haben Sabine Seyffert und Susanne Krauß mit ihrem "Großen Buch von Weihnachten" gebunden. Anne, Julian, Lotta, Timo haben viele Vorbereitungen zu treffen - Schneemann bauen, Plätzchen backen, Päckchen packen. . . (Annette Betz Verlag, 12, 90 Euro).</P><P>24 Türen - und wer dahinter schaut, macht die wundersamsten Erfahrungen. "Noch 24 Geschichten bis Weihnachten", prächtig illustriert von Sven Leberer, enthält kleine Erzählungen, die u. a. Leo Tolstoi, Herman Löns, Paul Maar und Gudrun Pausewang aufgeschrieben haben, damit sie Vater, Mutter, Oma, Opa den Kindern vorlesen. Darin ereignen sich die tollsten und anrührendsten Dinge. Sie verzaubern Zuhörer und Vorleser gleichermaßen und erzählen dennoch von der Wirklichkeit. Die Großmutter in Selma Lagerlöfs "Die Heilige Nacht" bürgt dafür, dass wahr ist, was sie behauptet: dass die Engel in der "Weihnachtsnacht unter dem Himmel" fliegen, sichtbar für jedermann, "wenn wir sie nur zu gewahren vermögen" (Esslinger Verlag, 14, 90 Euro).</P><P>"Weihnachten im Stall" - die berühmte Überlieferung einmal ein bisschen anders: das ist Astrid Lindgrens empfehlenswerte, wunderschöne, moderne Version. Eine Mutter erzählt ihrem Kind von Weihnachten, von der Geburt im Stall, der Krippe, den Hirten und davon, dass das alles vor sehr langer Zeit in einem sehr fernen Land geschehen ist. Doch ihr kleiner Zuhörer sieht alles vor sich und zwar heute und in Schweden: also Schnee, Gummistiefel und elektrisches Licht. Es ist dies eine der anmutigsten Adaptionen der Weihnachtsgeschichte, wozu die klaren Bilder von Lars Klinting erheblich beitragen (Oetinger Verlag, 12, 90 Euro).Seit Tagen schon ganz aufgeregt: Vorfreude für Emil und Lena im "Großen Buch von Weihnachten".</P><P>Die Flucht der heiligen Familie: Sie gehört in Text und Abbildung zu den "Weihnachts-Sternstunden".<BR></P>

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