Getanzte "Carmina"

- "Schwierige Zeiten" waren zu überwinden, gar eine "sorgenvolle Zwischenzeit", sodass die "Neugründung" gewagt wurde. Hellmuth Matiasek, künstlerischer Leiter von "Orff in Andechs", deutet Klosterquerelen um Pater Anselm Bilgri nur an. Die scheinen zwar nicht vergessen, aber wenigstens ausgeräumt. Alt-Abt Odilo Lechner ist nun Vorsitzender des Vereins, das Festival auf dem Heiligen Berg kann also zuversichtlich auf den kommenden Sommer blicken.

<P>Und da sollen die Musikfreunde mit zwei szenischen Produktionen nach Andechs gelockt werden. Neu sind die "Carmina Burana", choreographiert von Tomasz Kajdanski, früher Solo-Tänzer an der Bayerischen Staatsoper, jetzt Chef des Tanztheaters Eisenach. Premiere ist am 24. Juni im Florian-Stadl, fünf Aufführungen folgen. Mark Mast dirigiert die Junge Münchner Philharmonie, es singt der Große Welttheaterchor Andechs. "Einen einzigen Ärger" habe man im letzten Sommer gehabt, wie Matiasek es ironisch formuliert, nämlich: "Es gab zu wenige Karten für den ,Goggolori." Dem wird nun abgeholfen. Wilfried Hillers Erfolgsstück erfährt eine Wiederaufnahme, der Intendant inszeniert selbst, Mark Mast steht am Pult. Acht Aufführungen wurden zwischen 28. Juli und 7. August angesetzt für ein Stück, das heuer 20 Jahre alt wird. Und damit die Andechser Jubiläen ergänzt: Neben dem 550-jährigen Bestehen des Benediktinerklosters gilt es noch, den 250. Geburtstag der Rokoko-Kirche zu feiern.<BR><BR>Auch für 2006 ließ sich Matiasek Pläne entlocken: Die "Carmina Burana" kehren zurück, auch die "Bernauerin" in verjüngter Besetzung. Außerdem möchte Andechs eine Wintersaison organisieren - aufgeführt wird, natürlich, Orffs "Weihnachtsspiel".</P><P>Informationen unter Tel. 08152/ 37 64 00 oder www.orff-in-andechs.de.</P><P><BR> </P><P> </P>

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