Attraktives Wannen-Ballett gibt es derzeit im Münchner GOP zu sehen: Was ein wenig trocken startet, entwickelt sich zu einer herrlichen Wasserschlacht. Foto: GOp München

Premierenkritik

GOP-Theater: Meer davon!

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München - Pack’ die Badehose ein, notfalls auch ohne kleines Schwesterlein – und dann nüscht wie rein ins GOP! Denn während draußen die Freibadsaison zu Ende geht, verwandelt sich Münchens Parade-Varieté in das verrückteste Hallenbad der Stadt.

„WET“ heißt das neue Programm, bei dem es den Artisten tatsächlich überaus „nass reingeht“. Es dreht sich alles ums Wasser und ums Baden, die Bühne wird geflutet, und die Zuschauer in den ersten Reihen sitzen mitten drin im Feuchtgebiet. Macht aber nichts, denn hier quietscht das Bade-Entchen vor Vergnügen. Gerne Meer davon!

Sechs Badewannen stehen gleich zu Beginn auf der Bühne – Schauplatz fürs Wannen-Ballett, fürs Balancieren auf Seifentürmen und für Sopranistin Lina Navakaite. Sie wacht als dramatische Meerjungfrau und Bademeisterin über das nasse Spektakel, und singt Connys alten Badehosen-Schlager in Versionen von Rimski-Korsakow, Mozart, Händel und Schönberg. Der olle Zwölftöner sorgt dabei („Fiiiischlein!“) pflichtgemäß für die abgefahrenste Version. Zu Beginn ist das Programm tatsächlich noch ein wenig trocken. Aber dann, Schwamm drüber, beginnt eine herrliche Wasserschlacht.

Handstandkünstler Andalousi macht die gefüllte Wanne zu seinem Turngerät. Das 37 Grad warme Wasser dampft, man sieht ihn beinahe ertrinken, nur noch eine Hand reckt sich aus seinem feuchten Grab – atemberaubende Bilder! Überdies taucht der weiße Hai im GOP auf, und die Belgierin Ximena Ameri ulkt sich als komödiantischer Badezusatz durchs Programm. Am Ende hängt der fantastische junge Unterfranke Moritz Haase an seinem Trapez im strömenden Regen. Regisseur Markus Pabst, der bereits mit „Dummy“ für das vielleicht beste aller GOP-Programme sorgte, liefert erneut hochmoderne Unterhaltung. Die Schaumkrone der Begeisterung schlägt über dem GOP zusammen, Kompliment!

Weitere Vorstellungen

bis 6. November;

Telefon 089/ 210 28 84 44.

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