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Christoph Thielemann bekommt Unterstützung von prominenten Musikern, Intendanten und Komponisten.

Große Namen kämpfen für Dirigent Thielemann

München - Auch Monate, nachdem die Vertragsverlängerung von Chefdirigent Christian Thielemann bei den Münchner Philharmonikern scheiterte, nimmt der Streit kein Ende. Große Namen kämpfen jetzt für ihn.

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Fast 40 prominente Musiker, Intendanten und Komponisten haben sich jetzt in einem Brief an die Stadt München hinter Thielemann gestellt. Darin wird Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) gebeten, "im Interesse der musikalischen Welt" wieder neu mit den Verhandlungen zu beginnen, wie die Bayerische Akademie der Schönen Künste am Montag mitteilte. Gleichzeitig wurde über eine Zukunft Thielemanns in Dresden spekuliert.

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Thielemann hatte im Juli einen Vertragsvorschlag der Stadt abgelehnt und weitere Zugeständnisse für seine künstlerische Arbeit als Generalmusikdirektor gefordert. Die Stadt hatte daraufhin entschieden, ihn nach Auslaufen seines derzeitigen Vertrags Ende 2011 ziehen zu lassen. Obwohl Thielemann signalisiert hatte, in München bleiben zu wollen, lehnt die Stadt bisher weitere Verhandlungen ab. Ob sie nach dem Brief doch wieder gesprächsbereit ist, blieb am Montag zunächst offen. "Ich hoffe sehr, dass Maestro Thielemann und die Stadt München ihre Differenzen beilegen können, um diesen großartigen Musiker den Münchner Musikfreunden zu erhalten", schreibt Startenor Plácido Domingo in dem Brief.

Unterschrieben haben auch Daniel Barenboim, Eva Wagner-Pasquier, René Kollo, Pierre Boulez und Hélène Grimaud. Thielemann sei beim Streit um sein Mitspracherecht beim Programm von Gastdirigenten im Recht gewesen: "Kein seriöser Chefdirigent könnte es mit seinem künstlerischen Gewissen vereinbaren, dass mehr als die Hälfte der Konzerte seines Orchesters seinem Einfluss entzogen werden sollen."

Während der Brief am Sonntag schon den ersten Zeitungen vorlag, dirigierte Thielemann gerade in Dresden. Er sprang bei der Sächsischen Staatskapelle für deren Generalmusikdirektor Fabio Luisi ein, der krank ist. Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Montag) schwärmte er: "Ein wunderbares Orchester, ein tolles Haus". Luisi geht 2012 nach Zürich, ein Nachfolger wird derzeit noch gesucht. Er selber wolle sich aber aus den Spekulationen über Jobangebote aus Dresden heraushalten, sagte Thielemann der Zeitung. "Man darf sich nie selbst ins Spiel bringen, das müssen andere tun." Trotz der unruhigen Zeiten sei er bestens gelaunt, erklärte Thielemann. "Mich haben natürlich wieder gleich alle angerufen von der Met bis zu Covent Garden."

Das Münchner Orchester sei "total verzweifelt". Nachdem das Scheitern der Verhandlungen bekanntgeworden war, hätten die Musiker für ihn "gleich eine Aktion starten" wollen, sagte der Dirigent der FAZ. "Es kam nicht dazu, weil man den Musikern mit Abmahnungen und Kündigungen gedroht hat für den Fall, dass sie eine öffentliche Erklärung abgeben, die nicht im Sinne des Stadtrats ist."

dpa

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