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Grünes Licht für Elbphilharmonie

- Hamburg - Hamburg erhält mit der Elbphilharmonie ein spektakuläres neues Konzerthaus. Die Bürgerschaft gab auf ihrer Sitzung am Mittwoch grünes Licht für das Vorzeigeobjekt in der Hafencity. Die Abgeordneten der CDU-Fraktion und der oppositionellen GAL stimmten gemeinsam für die Konzerthalle auf einem ehemaligen Kakaospeicher im Hafen. Die SPD enthielt sich. Insgesamt soll der futuristische Glasbau nach den Plänen der Schweizer Architekten Herzog und de Meuron 186 Millionen Euro kosten. Die Stadt will sich mit 77 Millionen Euro beteiligen.

"Die Elbphilharmonie ist ein Wahrzeichen, mit dem sich die Hamburger identifizieren können, auf das sie stolz sein können und ein Wahrzeichen, das für alle Hamburger frei zugänglich sein wird", sagte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos). Mit der Elbphilharmonie schaffe sich die Stadt der Kaufleute "ein neues Stadtsymbol - einen Museentempel", sagte der kulturpolitische Sprecher der GAL, Willfried Maier, in einer mitreißenden Rede und zitierte das Bibelwort "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein."

Beide Politiker kritisierten die Sozialdemokraten, die das Projekt komplett privat finanzieren wollen und sich deshalb enthielten. Mit den Spenden von 30 Millionen Euro des Ehepaars Greve und 10 Millionen Euro des Unternehmers Michael Otto werde die Elbphilharmonie bereits jetzt zu mehr als einem Drittel mit privaten Spenden abgesichert. "Wenn nun die Forderung aufkommt, dass der gesamte Bau durch Spenden finanziert werden soll, so ist dies aus meiner Sicht eine unrealistische Forderung", sagte von Welck. "40 Millionen Euro an Spenden, bevor die Spendenkampagne begonnen hat, das ist noch keiner Stadt gelungen", meinte Maier.

74 Millionen Euro soll ein Investor tragen, der in dem Gebäude ein Hotel und Appartements unterbringen will. Die geplanten 35 Millionen an Spenden sind bereits durch die beiden Großspenden abgedeckt. Zusätzliche Spendengelder sollen nun in die Stiftung Elbphilharmonie fließen, die aus ihren Kapitalerträgen den jährlichen Betriebskostenzuschuss von 3,6 Millionen Euro finanzieren soll.

Im Oktober 2001 war der Investor und Architekt Alexander Gérard erstmals mit der Idee an den Senat herangetreten, eine neue Konzerthalle auf dem Kaispeicher zu realisieren. Im Juni 2003 präsentierten die Architekten Herzog und de Meuron ihren ersten Entwurf. Bis Mitte 2006 soll ein gemeinsamer Generalintendant für die Elbphilharmonie und die alte Laeiszhalle gefunden werden. Die Eröffnung des Vorzeigeprojekts ist für 2009 geplant.

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