Gute Mischung

- Kanadas "Bildhauer"-Choreographin Lynda Gaudreau und Pina Bausch-Tänzerin Beatrice Libonati als Teacher - die Tanzwerkstatt Europa/TWE (31. Juli bis 9. August, Muffathalle und i-camp) ist wieder einmal die grüne Insel in Münchens Sommerbrache. Das Grundrezept hat sich bewährt: Ankoppelung von Workshops an die Vorstellungsreihe. Und darin eine gute Mischung von hierorts un- und bekannten Gruppen.

<P>Die Compagnie De Brune, Montreal, von Lynda Gaudreau, bereits 1999 mit ihrem skulpturalen "Still Life No 1" ein TWE-Highlight, bringt ihr "Encyclopaedia - Document 3" (31. 7., 1. 8.). Der in Berlin arbeitende Franzose Xavier LeRoy, ebenfalls hier schon bekannt mit seinen von der Molekularbiologie (sein ursprüngliches Fachgebiet) inspirierten bizarren Körper-Performances, kommt mit seinem Solo "Self Unfinished" (2. 8.). </P><P>Der Schweizer Thomas Hauert, mit einer Solo-Improvisation bereits bei TWE 2001 gesichtet, hat für eine Gruppe Bewegungen, Songs und Texte collagiert: "Verosimile" (3. 8.). München-Premiere für die Berlinerin Christina Cipuke. Mit der Fotografin Gisela Dilchert hat sie ein kleines feines Stück erarbeitet zwischen Licht und Schatten, von uns getestet bei der Tanzplattform Deutschland in Leipzig 2002: "rissumriss" (4. 8.).<BR><BR>Für München neu ebenfalls der Ex-Tänzer der Pariser Oper Loic Touzé, der mit Stand-up-Comedy im Einminutenformat gängige Bühnenkonventionen unterläuft: "Morceau" (5. 8.). Die von TWE-Chef Walter Heun schon lange beobachtete Spanierin Olga Mesa jetzt erstmals dabei mit einem autobiografischen Gedicht zwischen Körper, Videoprojektion und Installation: "Suite au dernier mot: au fond tout est en surface" (6. 8.). </P><P>Déja Donné mit ihren vehement bewegten Stücken an ironischem Tanztheaterrand bringt eine TWE-Co-Produktion hier zur Premiere: "There where we were" (8. und 9. 8.). "Informing Bodies" im i-camp-Theater: "Videodance - Media Art - Extended Architecture", anschließend schwitzträchtiges Abtanzen beim "Late Night Clubbing" (7. 8.).<BR><BR>Auch unter den zwölf hochkarätigen Workshop-Dozenten neue Namen wie Remote-Control-Chef Michael Laub. Die bestens besuchten Kurse helfen, den Qualitätsstandard zu halten. Zwar hilft die Stadt weiterhin (nur 13 000 Euro weniger als 2002) - aber der Euro bleibt halt doch ein Teuro.</P><P>Tel. 089/ 724 25  15</P>

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