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Münchens Oberbürgermeister Christian Ude ist weiterhin von der geplanten Konzerthalle nicht begeistert.

Ude hält nichts von geplanter Konzerthalle

München/Berlin - Die geplante Konzerthalle für München sorgt weiter für Gesprächsstoff: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude ist von dem kulturellen Neubau nicht begeistert.

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hat sich erneut skeptisch zum geplanten Bau einer neuen Konzerthalle in der Landeshauptstadt geäußert. Der Bedarf sei angesichts von vier bereits existierenden Konzertsälen in München sehr umstritten, sagte Ude am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur.

Es biete sich eher an, die Akustik im umstrittenen Kulturzentrum Gasteig zu verbessern. Dort kritisieren Künstler und Publikum seit Jahren den Klang. “Kein Mensch weiß, wie im Kongresssaal die Akustik sein wird“, sagte der SPD-Landtagsspitzenkandidat über den geplanten Standort beim Deutschen Museum, wo der historische Saal des Museums als neues Konzertzentrum im Gespräch ist. “Die Akustiker versprechen vorher immer ein Weltwunder und finden hinterher Begründungen, warum es doch nichts geworden ist.“

Der Münchner OB warnte davor, dass zu den Investitionskosten von mehr als 200 Millionen Euro und den jährlichen Betriebskosten für einen neuen Saal auch die Kosten für die Defizite der existierenden Aufführungsorte hinzukämen, wenn ihnen die interessantesten Konzerte genommen würden.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ bereits zugesichert, dass alle Regionen Bayerns angemessen profitieren sollen, wenn München den geplanten neuen Konzertsaal erhält. Dazu sagte Ude dem Radiosender: “Natürlich gibt es in ganz Bayern, übrigens auch in der CSU und gerade dort, heftigen Widerstand aus Franken, aus Niederbayern, aus der Oberpfalz.“ Er könne das verstehen, denn ein fünfter Konzertsaal in München sei nicht so dringlich wie vieles andere, was in Bayern von der Staatsregierung seit Jahrzehnten nicht verwirklicht werde.

dpa

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