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Sieht aus wie Falco – und verhält sich auch so: Imitator Hans-Peter Gill.

Hans-Peter Gill alias Falco will durchstarten

München - Hans-Peter Gill aus München ist Falco-Imitator, vielleicht der beste überhaupt. Jetzt will der 42-jährige Berufsmusiker durchstarten – mit der ersten eigenen Platte, dem Lebensgefühl der Achtzigerjahre, ein bisserl Größenwahn und einem Pfund Gel im Haar.

Was ist das für Musik, die Sie jetzt machen?

Es ist Musik, die scheppert. Meine erste Platte heißt „Geil“. Sogar in Japan laden sie mein Lied inzwischen runter. „Geil“ ist der erste Schritt raus aus dem Schatten.

Aus Falcos Schatten?

Ich wollte einfach einen raushauen. In dem Song bin ich Hans-Peter Gill, nicht Falco. Es war ja klar: Irgendwann kommt der Tag, an dem meine eigene starke Persönlichkeit durchdringen wird – und der Tag ist heute. Das Lied ist eine Hymne an die Achtzigerjahre. Eine Hommage an die Helden dieser Zeit, an David Bowie, an die Pet Shop Boys, an Aha und natürlich an Falco.

Den Song „Geil“ gab es ja schon mal. Bruce & Bongo hatten damit im Jahr 1986 einen Hit in Deutschland und Österreich.

Gerade in der heutigen Zeit, wo alles hart ist, muss man ja auch mal was machen für die Jugend, die jungen Leute sollen schließlich einmal für drei Minuten abschalten können. Da ist das Lebensgefühl der Achtzigerjahre genau richtig. Aber natürlich haben wir den Originalsong von damals erneuert, modernisiert und den Text verändert.

Wie geht denn der Text?

Ich bin geil, Du bist geil, wir sind geil. Das ist geil, Du bist geil, ich bin geil.

Aha.

Musik ist Geschmackssache, und damit ist man aus dem Schneider. Das Lied könnte ein Wiesnhit werden, das mein’ ich ernst. Das müsst ihr Euch anhören, Kinderlein!

Sie haben ein gesundes Selbstbewusstsein.

Natürlich bilde ich mir ein, die Nummer eins sein zu können. Sonst brauch’ ich das ja alles nicht zu machen. Ich habe auch schon ganz konkrete Pläne: Mit „Geil“ will ich berühmt werden. Hans-Peter Gill auf Platz eins der Charts, Lady Gaga auf Platz zwei und Madonna auf drei. Das wär’s. Andere wollen einen Porsche, ich will die Nummer eins.

Sie haben einen achtjährigen Sohn. Wie findet der denn, was der Papa macht?

Mein Sohn Patrick hat das Grundtalent vom Papa. Zuhause tanzt er jeden Tag auf das neue Lied – und wie, das müssten Sie mal erleben. Das geht ab. Manchmal gibt er sogar private Hausshows, nur für Mama und Papa. Das sind die Gene, die kommen bei ihm durch. Ganz klar.

Das Gespräch führte Stefan Sessler.

Die CD: My 80’s Heroes featuring Hans-Peter Gill: „Geil“ (Monopol)

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