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Hansi Hinterseer in der Olympiahalle.

Nur 3000 Menschen da

Hansi Hinterseer: Wenig Publikum in der Olyhalle

München - Hansi Hinterseer gastierte in der Münchner Olympiahalle. Der Publikumszuspruch war enttäuschend. Gerade mal 3000 Leitln verliefen sich im Oberwiesenfeld-Stadl: die Kritik.

Stadl verpflichtet! Vor 20 Jahren hat Produzent Jack White den feschen Ex-Skifahrer Hansi Hinterseer als Volksmusikschmuser erfunden. Da ist klar, dass der Hansi auch das Jubiläum mit seine Leitln feiert, mit seinem bärigen Publikum in der bärigen Olympiahalle. Doch obwohl der Hansi nach wie vor in Bestform ist, sind die zünftigsten Zeiten wohl vorbei. Gerade mal 3000 Leitln verliefen sich im Oberwiesenfeld-Stadl.

Der Publikumszuspruch also eher pro­blembärig, was beim Bussln und Danzn arg auf die Stimmung drückte. Trotzdem gab sich der Hansi prächtig gelaunt wie eine Kitzbüheler Gams beim Äsen in der Morgensonne. Da kennt er nix, da ist er Profi. Und wenn einer so einen Abend retten kann, dann Hansi Hinterseer, dem der Schmäh nie ausgeht.

Ein Tirol-Caruso ist er allerdings nicht. Wenn der Hansi singt, klingt das, wie wenn sein Spezi, der Beckenbauer Franz, redet: nett und sympathisch, aber es kommt nicht viel raus dabei. Man hört mehr die Chor-Weiberleit, die wahrscheinlich Gitti und Lisi heißen, wie es in Tirol gesetzlich vorgeschrieben ist, als den Hansi selber. Und mit echter Volksmusik hat das Ganze eh so viel zu tun wie ein Kitz mit einem Känguruh.

Aber egal – stramme Wadln, fesche Madln, heile Welt, geile Welt, Männer aus den Bergen haben alle Frauen gern. Frauen haben den Hansi gern – auch wenn’s weniger werden. Ein Abend zwischen Freud und Leitln.

Jörg Heinrich

 

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