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Eine valentineske Person: Hape Kerkeling.

Hape Kerkeling wird mit Karl-Valentin-Orden ausgezeichnet

München - Der Komiker und Buchautor Hape Kerkeling wird mit dem Karl-Valentin-Orden 2009 ausgezeichnet.

“Wir haben schon lange Zeit keine Person mehr ausgezeichnet, die Karl Valentin so ähnlich ist wie Hape Kerkeling“, sagte der Präsident der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla e.V., Uli Kreuzer, am Freitag. Der 43-jährige Kerkeling bekommt den nicht dotierten Ehrenpreis für den Ausspruch “Ich bin dann mal weg“, den er auch zum Titel seines Reisebuches über den Jakobsweg gemacht hatte. Die Auszeichnung wird am 16. Januar 2009 in München überreicht. Die Laudatio hält auf Wunsch Kerkelings Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU).

Kerkeling habe sich Stoiber, der den Orden selbst im Jahr 1996 erhalten hatte, ausdrücklich als Laudator gewünscht. “Und Stoiber hat tatsächlich zugesagt“, sagte Kreuzer. “Wir waren sehr in Zweifel, denn konträrer geht es ja fast nicht.“ Den Karl-Valentin-Orden 2008 hatte zu Beginn dieses Jahres der damalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) erhalten. Zu den Preisträgern zählen unter anderem auch Loriot, Alfred Biolek, Thomas Gottschalk sowie auch Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU).

Der Entertainer, Komiker und Buchautor Kerkeling ist vor allem durch seine Auftritte als Kunstfigur Horst Schlämmer aus Grevenbroich bekannt. Seinen großen Durchbruch hatte der in Recklinghausen geborene Kerkeling 1989 mit der medienkritischen Nonsens-Show “Total normal“. Es folgten erfolgreiche Fernsehformate wie “Darüber lacht die Welt“ und Kinofilme wie “Samba in Mettmann“.

“Die ganze Person Hape Kerkeling ist sehr valentinesk“, sagte Kreuzer. Der bayerische Kabarettist Karl Valentin (1882-1948) war für seinen Sprachwitz berühmt. Viele seiner geflügelten Worte wie “Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut“ gingen besonders in Süddeutschland in die Alltagssprache ein.

dpa

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