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Über den Dächern von Berlin: Ryan Gosling (li.) und Harrison Ford (re.) stellten ihren Film in der Hauptstadt vor.

„Blade Runner 2049“:

Zurück in die Zukunft

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Berlin. Harrison Ford und Ryan Gosling stellen in Berlin Szenen ihres neuen Kinofilms „Blade Runner 2049“ vor.

Es ist einer der Filmstarts des Jahres. Die Fortsetzung von Ridley Scotts „Blade Runner“! Jene Perle, die beim Start 1982 nicht überzeugte – im Lauf der Jahre aber umso mehr gefeiert wurde. „Die Leute haben damals einen kommerziellen Mainstream-Film à la ,Star Wars‘ erwartet. Stattdessen wagte Ridley diese Mischung aus Science-Fiction und Film noir. Es brauchte einige Jahre, bis man das Großartige darin erkannte“, sagt Andrew Kosove, einer der Produzenten der Neuauflage.

Er ist nach Berlin gekommen, um dafür zu sorgen, dass sich der Erfolg bei „Blade Runner 2049“ schneller – am besten natürlich: sofort – einstellt. Man muss kein Science-Fiction-Experte sein, um selbst eine Zukunftsvision zu wagen – die nämlich, dass die Erwartungen der Geldgeber erfüllt werden. Im Ballsaal des Berliner Adlon Hotels sitzt gestern bei der Pressekonferenz neben Kosove ein Mann, der in jüngster Zeit gleich zweimal bewiesen hat, dass sein Name an den Kinokassen noch immer zieht. Ob bei seinem Comeback in „Star Wars“, in „Indiana Jones“ oder jetzt – nach 35 Jahren! – in „Blade Runner 2049“: Harrison Ford bleibt auch mit inzwischen 75 ein Erfolgsgarant. Und damit wirklich gar nichts mehr schiefgehen kann, spielt die zweite männliche Hauptrolle in dem am 5. Oktober startenden Sci-Fi-Spektakel Ryan Gosling.

Bloß keine Spoiler!

Die beiden wissen, wie Unterhaltung geht. Und bieten den Journalisten eine herrlich selbstironische Frage-Antwort-Runde. Was den Ausschlag gegeben habe, dass Ford bei der Fortsetzung mitmacht? „Die Tatsache, dass Ridley Scott dieses Mal nicht die Regie führt!“ Lachen bei den vom Hollywoodstar verzückten Presseleuten, während er amüsiert zwinkert. Nein, eine Novelle sei es gewesen, die ihn überzeugte. Geschrieben von Scott gemeinsam mit Hampton Fancher – als Fingerübung gewissermaßen für das eigentliche Drehbuch, das Fancher dann mit Michael Green verfasste. Scott selbst ist diesmal ausführender Produzent. „Es ist eine Weiterführung der Geschichte von damals, die mich gleich begeisterte. Auch die Entwicklung, die meine Figur in all den Jahren gemacht hat, schien mir schlüssig“, erzählt Ford. Und würde am liebsten losplaudern, wie genau er das meint – stoppt sich dann aber selbst im Redefluss. „Ach, Mist – ihr dürft das ja noch gar nicht wissen!“

Erste Appetithappen machen Lust auf mehr

Erleichtert lächelnd nickt Regisseur Denis Villeneuve („Arrival“). Denn es gilt wie bei allen Blockbustern heutzutage höchste Verschwiegenheitspflicht. Auch in Bezug auf die wenigen Szenen, die ausgewählte Journalisten gestern vorab sehen durften. Nur so viel sei verraten: Die monumentalen Bilder und das Zusammenwirken von Ford und Gosling machen Lust auf mehr. Dass die Chemie stimmt, spürt man in jeder Einstellung – und beim gemeinsamen Auftritt während des Pressegesprächs. „Als ich das Drehbuch las, hatte ich gleich ihn vor Augen. Wie heißt er noch mal?“, scherzt Ford. „Ryan!“, erwidert Gosling gespielt geknickt. „Ryan? Ich hatte immer gedacht, Brian! Herrje, wieso sagt mir das denn keiner?“ In Frotzeleien wie diesen können sie sich minutenlang verlieren. Und Villeneuve lacht derweil ehrlich herzlich wie ein Kind, das sich freut, mit den coolsten Kids der Schule befreundet sein zu dürfen.

Auch aus ihm ist keine Information über den Fortgang der Handlung herauszubekommen. Trailer und kurze Ausschnitte sollten nur Appetithappen sein für ein Werk voller Überraschungen. Denn das Beste am Kino sei doch der Moment, wenn das Licht erlischt, der Vorhang sich öffnet, man sich dem Film ganz hingibt – und am Ende nur eine Frage bleibt: „Wer ist der brillante Regisseur?“ Während alle anderen über den Spaß des Kanadiers lachen, schaut Produzent Andrew Kosove verärgert: „Wenn am Ende alle nur über den Regisseur reden – kannst du mir dann mal bitte verraten, wieso wir diesen Schauspielern hier so abstrus viel bezahlt haben?“ Die Antwort liefern Gosling und Ford in Kürze.

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