Auf Hasenlauer

- Da staunt der Hase Lothar nicht schlecht, als er eines Morgens fast über ein Ei stolpert, das statt der Post vor seiner Tür liegt. Woher kommt es? Hat es jemand verloren? Doch weit und breit ist niemand zu sehen, und auch beim Fundbüro wurde nichts gemeldet. Täglich wächst die Zahl der Eier vor seiner Tür. Lothar führt eine Strichliste, um den Überblick nicht zu verlieren, und kann vor Sorge gar nicht mehr schlafen.

<P>Also überlegt er, was er alles mit den Eiern anfangen könnte: zum Beispiel jonglieren oder einen Eierturm bauen. Er könnte sie natürlich auch anmalen und überall vor die Türen legen. "Eieiei für Lothar" von Claudia Weikert (Thienemann, 12, 90 Euro) ist ein witziges, gemaltes und gezeichnetes Bilderbuch um die "wahre" Geschichte des Osterhasen.</P><P>Eine andere Legende, die der Autor Heinz Janisch und die Illustratorin Birgit Antoni nun endlich mal gerade rücken wollen, ist die von den drei Musketieren. Die nämlich waren eigentlich zu viert und - in Wahrheit waren es Hasen: ein malender, ein lesender, ein immer hungriger und einer mit Köpfchen. Bei ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer setzen sie noch einmal alle ihre persönlichen Eigenschaften ein, um den König zu verteidigen, natürlich mit einem lauten: "Einer für alle! Alle für einen!" (Annette Betz, 12, 95 Euro).<BR><BR>Auf Osterhasenlauer liegen Jan und Jola in Claudia Ondraceks und Susanne Schultes "Kleine Ostergeschichten zum Vorlesen" (Ellermann, 8, 50 Euro). Die kurzen Kapitel geben beinahe auf jede denkbare Frage eine Antwort: wo der Osterhase die Eier anmalen kann, wenn es draußen regnet; was alles zu einem richtigen Eier-Osterfrühstück gehört; wie die Osterhasen eine Konferenz für Eier-Verstecke einberufen, damit die kleinen Kinder mitsuchen können; auf welche Weise sich die "armen großen Leute" ihre Ostereier nicht selbst kaufen müssen; oder warum Lauras Freundin Melis doch noch ein Osterkörbchen bekommt, obwohl es das in der Türkei eigentlich nicht gibt.<BR><BR>Nicht nur Neuerscheinungen, sondern auch Wiederentdeckungen von Kinderbüchern gibt es dieses Jahr an Ostern zu bestaunen: Wer kennt ihn nicht, Albert Sixtus' Bilderbuchklassiker "Die Häschenschule", vor 80 Jahren erstmals erschienen. Die Fortsetzung der gewitzt-gelehrigen Verse um die Abenteuer der Geschwister Hasenhans und Hasengretel, die Sixtus sechs Jahre später verfasste, "Der Häschen-Schulausflug" (Alfred Hahn's Verlag, 8, 90 Euro), gibt es nun in einer Neuauflage mit unverändert leuchtenden, farbkräftigen Bildern der pummeligen Häschen (von Richard Heinrich) zu lesen.<BR><BR>Ein anderes, unvermutetes Abenteuer erlebt Herbert Hase, der beste Friseur der Stadt. Der Seidenaffe wünscht einen Fransenschnitt, der Panda eine Dauerwelle? Kein Problem. Wenn da nur Herberts kleine Hasennichte Holly nicht wäre, denn die stellt seinen Laden gründlich auf den Kopf. Am Ende hat das Lama einen Pony und der Dachs keine Streifen mehr auf dem Kopf. Genauso herzlich wie der Leser von Miriam Moss' und Lynne Chapmans kunterbuntem Bilderbuch lacht auch Friseur Herbert, denn das war wohl einfach mal "Das große Haareraufen" (Bloomsbury, 12, 90 Euro).<BR><BR>Wer jetzt noch wissen will, wie sich ein echter Osterhase eigentlich anfühlt - und wie einer aus Schokolade -, oder das weiche Fell eines Lämmchens kraulen will, der wird an dem kleinen Fühlbuch "Frohe Ostern!" (Ravensburger, 7, 95 Euro) von Ana Maria Weller und Sabine Cuno viel Spaß haben.<BR><BR>"Die schönsten Ideen für Ostern" (Ravensburger, 7, 95 Euro) sind zum Selbermachen und ganz einfach. Gebastelte Postkarten und gestempelte Küken findet man in diesem Buch genauso wie lustige Serviettenringe und natürlich auch gefärbte Eier. Aus Papptellern und einer alten Socke lässt sich leicht eine Kükenpuppe zaubern, und unter bunten Filzwärmern müssen die Frühstückseier nicht mehr frieren.<BR><BR></P><P> </P>

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