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Über den Klampf zum Spiel: Sportfreund Peter Brugger in Aktion.

Konzertkritik

Heimsieg! Die Sportis in der Alten Messehalle

Heimsieg für die Sportfreunde Stiller! Münchens Tabellenführer in Sachen Pop begeisterte die Fans auch in ungewohnter Arena, in der Alten Kongresshalle - die Konzertkritik:

Diesmal lieferten die Sporties zwar eher ein solides 2:0 ab statt eines triumphalen 7:1. Aber mit Peter, Rüde und Flo macht auch ein Arbeitssieg Spaß.

Heuer klappern die Sportfreunde ja zum Warmspielen eher abseitige Konzert-Locations ab – im Mai das Kesselhaus, jetzt die Kongresshalle. Die ganz große Nummer in der Olympiahalle steigt dann erst nächstes Jahr am 8. April. Aber der Sporties-Spezialist weiß eh: je kleiner, je lieber.

Der Auftakt in der Kongresshalle ist schon mal vom Feinsten: Das Licht noch an, die Sportfreunde als ihre eigene Vorband mit dem obskuren Frühwerk Lobby (1996). Da hüpft das Fanherz himmelhoch. Das kleine Problem an diesem Abend: Die Songs aus dem aktuellen Album New York, Rio, Rosenheim sind zwar schwer okay – es fehlt ihnen aber doch die grenzenlose Energie, die Magie, die Unwiderstehlichkeit der alten Kracher. Applaus, Applaus ist halt kein Kompliment.

Die Sporties spielen dennoch praktisch die ganze Platte, was stellenweise ein wenig die Begeisterung trübt. Mit der Guten Seite, 1. Wahl, Ich, Roque und vielen Sportfreunde-Volksliedern mehr gibt’s trotzdem genug Akus-Tiki-Taka. Die drei Musiker finden über den Klampf zum Spiel. Dann wellenreitet Sänger Peter Brugger auf Händen auch noch übers gesamte Publikum und besteigt in Siegerpose den Balkon gegenüber der Bühne – so jubelt sonst nur Ribéry! Triumph in der 90. Minute, die Buam bleiben eben doch unbesiegbar.

Jörg Heinrich

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