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Heinz Strunk.

Heute mit Studio Braun im Volkstheater

Heinz Strunk: „Ich hasse Comedians. Alles, wo Comedy draufsteht, ist Scheiße“

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Spätestens seit dem Roman „Fleisch ist mein Gemüse“ ist Heinz Strunk (54) bekannt. Allerspätestens seit „Der goldene Handschuh“. Sein neues Buch heißt Jürgen. Wir sprachen mit Strunk, der heute mit Studio Braun im Volkstheater auftritt. 

Herr Strunk, wir stellen die Frage, die sich auch Jürgen stellt: Wären Sie eine Pizza – welcher Belag wären Sie? 

Heinz Strunk: Wahrscheinlich Käse. Zerlaufender, schöner, würziger Käse. Ich habe die Fragen in einem Ratgeber gelesen und fand sie so hilflos und bescheuert. Die musste ich in meinem Buch unterbringen. 

Der Roman kommt an manchen Stellen wie ein Liebesratgeber daher.

Strunk: Es gibt da Sätze, die sind so bescheuert, die kann man sich nicht ausdenken. 

Ein Beispiel? 

Strunk: „Immer nachhaken, immer bohren, immer sägen, bis die Kiste fliegt.“ 

Oder auch „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“. 

Strunk: Die Leute, an die sich dieser Satz richtet, haben doch weder die Möglichkeit noch die Gelegenheit, ihre Träume zu leben. Und wenn sie es doch versuchen, dann kann man das Ergebnis bei Goodbye Deutschland oder so sehen. Ihre Figuren sind oft „arme Willys“, wie Sie sie nennen. 

Was ist ein armer Willy?

Strunk: Nehmen Sie Donald Trump. Wer hat ihn gewählt? Der White Trash, die Abgehängten, das Millionenheer von Männern, die weder einen guten Job haben noch ein aufregendes Leben führen, die weder gut aussehen noch Geld oder Geschmack haben. Sie erfüllen kein Attribut, das Frauen attraktiv finden. 

Was ist deren Reiz? 

Strunk: Wo würde denn der Reiz bestehen, über die Schönen, Reichen und Erfolgreichen zu schreiben? Da fehlt der Ansatz. Drama, Tragik und Tod machten Literatur aus, und da ich mich auch als Humorist sehe, versuche ich, diesen Themen auch komische Aspekte abzugewinnen. 

Sie sagten Humorist – und nicht Comedian. 

Strunk: Ich hasse und verachte Comedians zutiefst. Alles, wo Comedy draufsteht, ist Scheiße. Ich gucke mir das an und finde es einfach nur schlimm. Richtig schlimm.

Lesen Sie hier den viel beachteten Gastbeitrag des Münchner Comedians Simon Pearce: An alle Münchner, die glauben, in einer toleranten Stadt zu leben.

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