Heiterer Geist

- "Mit Qualitätsbewusstsein, Modernität und kommunikativer Offenheit leisten die Münchner Philharmoniker überzeugende Arbeit im Dienste einer lebendigen und zeitgemäßen Musikkultur", so die Begründung des Deutschen Musikverleger-Verbandes, der die Philharmoniker für das "Beste Konzertprogramm der Spielzeit 2002/2003" ausgezeichnet hat.

<P>Und wäre James Levine nicht wegen Rückenprobleme außer Gefecht gesetzt, hätte sein für den Abend vorgesehenes Konzertprogramm mit Werken von Carter, Bolcom, Wuorinen, Harbison und Gershwin passend zur Preisverleihung das Engagement des Ensembles unterstrichen. <BR><BR>Intendant Bernd Gellermann versäumte nicht zu betonen, dass die Vielfalt, Offenheit und Neugier nicht ohne seine Mitarbeiter und das Orchester möglich wären. Die stets am Dialog mit dem Hörer interessierten Philharmoniker beschränkten sich im Anschluss an die Urkundenüberreichung durch Winfried Jacobs (Boosey & Hawkes) und Peter Hanser-Strecker (Schott) allerdings auf bewährtes Repertoire unter Leitung von Ivan Fischer: Bela Bart|2oks "Tanz-Suite" Sz 77, Sergej Prokofjews Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 "Symphonie classique" und Antonin Dvo|6r|2aks Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88.</P><P> In Bart|2oks sechssätziger "Tanz-Suite" legte Fischer mit energischem Dirigat die der Komposition eigenen herben, sperrigen Momente frei. Der unbeschwert heitere Geist in Prokofjews "Symphonie classique" hätte durchaus stärkere Betonung vertragen, anstelle pompöser Wucht, mehr Leichtigkeit.<BR>Die poetischen böhmisch-folkloristischen Stimmungsbilder in Dvo|6r|2aks 8. Symphonie entsprachen denn am ehesten dem abendlichen Temperament des Orchesters. Hier setzte Fischer auf dynamische Kontraste, doch die besondere Anerkennung gebührt vor allem den Holzbläsern.<BR><BR></P>

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