Held von Bayreuth

- "Wäre jemand in die Garderobe gekommen und hätte gesagt: Du, unten steht ein Ferrari, lass uns einfach verschwinden. - Ich weiß nicht, wie ich mich entschieden hätte." Gut, dass er seinem Lampenfieber nicht nachgegeben hat, denn Peter Hofmann sang wenige Minuten später die wohl erfolgreichste Premiere seiner Karriere. 1976, den Siegmund in Patrice Ché´reaus Bayreuther Jahrhundert-"Ring".

<P>Ein Bilderbuch-Held mit langen blonden Locken stand da auf der Bühne, mit durch den Zehnkampf gestähltem Körper, zugleich ein unkonventioneller Typ, der schon mal mit Lederjacke zur Probe erschien. Peter Hofmann, der an diesem Sonntag seinen 60. Geburtstag feiert, war später der Siegmund auch an der Bayerischen Staatsoper, war im Herkulessaal Leonard Bernsteins konzertanter Tristan, gastierte an allen großen Opernhäuser weltweit - bis ihn eine tückische Krankheit aus der Bahn warf.<BR><BR>1999 gab Hofmann offiziell bekannt, dass er schon seit einiger Zeit an Parkinson leidet. Und auf einmal wurde dem Publikum, das irritiert auf manche Auftritte reagierte, den Star oft sogar ausgebuht hatte, alles klar. Begonnen hat laut Hofmann alles mit leichtem Händezittern, immer kleinere Schritte, Gleichgewichtsstörungen und eine zunehmende Erstarrung der Gesichtszüge folgten. 2000 dann die letzte Tournee, mit einem Weihnachtsprogramm, vor einigen Tagen hat Hofmann, der mit seiner Lebensgefährtin und seiner Tochter in der Oberpfalz lebt, das offizielle Karriere-Ende verkündet.<BR><BR>Doch Hofmann, das ist sein Naturell, gibt nicht auf. Mit Muskeltraining, mit Golf spielen versucht er, sich fit zu halten. Und er hat das "Peter Hofmann Parkinson Forschungsprojekt" ins Leben gerufen, das mit Spendengeldern Therapien unterstützen will. "Diese Krankheit passt nicht zu mir", meint Hofmann. "Diese Krankheit passt zu niemandem. Und sie fordert heraus!"th</P><P>Informationen unter www.peterhofmann.com<BR></P><P> </P>

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