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Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler.

Salzburger Festspiele

Helga Rabl-Stadler: „Es gibt keinen Grund zu verlängern“

Salzburg - Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, hat eine Verlängerung ihrer Amtszeit über 2017 hinaus unter den gegenwärtigen Umständen ausgeschlossen.

Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, hat eine Verlängerung ihrer Amtszeit über 2017 hinaus unter den gegenwärtigen Umständen ausgeschlossen. „Da ich damit rechne, dass wir 2017 mit Markus Hinterhäuser einen Langzeitintendanten bekommen, gibt es keinen Grund für mich zu verlängern“, sagte die 67-Jährige im Interview mit dem „Münchner Merkur“ (Mittwochsausgabe).

Im Rückblick auf ihre 20-jährige Amtszeit äußert sie sich kritisch über manchen Intendanten des Festivals. So sei Gerard Mortier anfangs „wahnsinnig nett“ gewesen. „Als sich herausstellte, dass da kein liebes Frauchen kommt, änderte sich das.“ Mit Mortier und Alexander Pereira habe sie es schwer gehabt, weil beide eine Frau in einer höheren Position „schwer akzeptieren konnten“. Rabl-Stadler bedauert, dass sich Peter Ruzicka als Intendant nicht länger an das Festival gebunden hat. „Er hat den Festspielen die Mozart-Kompetenz zurückgegeben. Und er hat künstlerische Wiedergutmachung geleistet, indem er die verfemten Komponisten ins Programm genommen hat“, sagte Rabl-Stadler dem „Münchner Merkur“.

Die Präsidentin kritisiert, dass es viel zu wenige Frauen in Führungspositionen des Kunstbetriebes gebe. Würde sie eine Frau als Intendantin vorschlagen, dann würde Mehrzahl der Männer mit dem Satz „Jetzt reicht es aber“ reagieren. Vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdiskussion und der Tatsache, dass in diesem Jahr erstmals Bettler vor den Festspielhäusern zu sehen sind, verteidigte Rabl-Stadler ihr Festival. „Kein Flüchtling hat etwas davon, wenn die Festspiele nicht mehr sind, im Gegenteil: Wir sind auch wirtschaftlicher Motor.“

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