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Ein bissl daheim: ­Helge Schneider am Wittelsbacher Brunnen.

Bayerische Auszeichnung für den Musiker

Helge Schneider - der Kabarett-Preis(s)

Schön, wenn der Bayerische Rundfunk (BR) über den Tellerrand hinausblicken darf. Wie weit dieser Blick reicht, das sieht man diesmal auf der Liste der Sieger beim Bayerischen Kabarettpreis.

München - Der Ehrenpreis geht heuer an Helge Schneider (61), einen waschechten Jung aus Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen).

Ein Kabarettpreis für einen Kabarettpreißen, gewissermaßen. Dabei gibt’s allerdings Berührungspunkte. Bei einem Termin in München verriet der Musiker und Komödiant gegenüber der tz: „Ab meinem ersten Lebenjahr verbrachte ich den Sommer mit meinen Eltern in Niederbayern.“ Ein wenig Probleme bereitete ihm die Sprache: „Ich dachte, die sprechen Latein…“ In München ist die Sprachbarriere freilich niedriger: „Da kann ich die Leute schon verstehen.“

Das hoffen wir, denn am 17. Juli wird Schneider (der am 28. Februar und 1. März in der Philharmonie insgesamt drei Konzerte unter der Titel Radio Pollepopp gibt) den Kabarettpreis im Lustspielhaus in Schwabing entgegennehmen.

Eine „dadaistische Leichtigkeit“ attestiert der BR dem Westfalen. Mit dieser sprenge Schneider Konventionen. Man ist sich allerdings bewusst, dass Schneiders „respektlos-groteske“ Antikomik „provoziert, polarisier und verstört“. Andererseits gehören Lieder wie Katzeklo zum deutschen Kulturgut.

Dass der Bayerische Kabarettpreis nicht im Bundesland bleiben muss, zeigt auch Hazel Brugger: Die Poetry-Slammerin aus der Schweiz erhält den Senkrechtstarter-Preis. Der Hauptpreis geht an Michael Altinger, der Musikkpreis an Maxi Schafroth. Beide Bayern, klar.

as

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