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Regisseur Helmut Dietl mit seiner Ehefrau Tamara 2006 beim Deutschen Filmball in München. 

Er starb vor einem Jahr

Witwe plant Helmut-Dietl-Ausstellung in München

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München - Vor einem Jahr starb der Filmemacher Helmut Dietl ("Kir Royal", "Schtonk!", "Rossini"). Nun soll eine Ausstellung in München an ihn erinnern. 

Helmut Dietl: Der Regisseur, der München und seiner Bussi-Bussi-Gesellschaft auf so einzigartige wie charmante Art den Spiegel vorgehalten hat.

Mit Serien wie „Monaco Franze“ und „Kir Royal“ hat Dietl (1944–2015) Kulturgut geschaffen und mit scheinbar leichter Hand bewiesen, wozu das Medium Fernsehen in der Lage sein kann – wenn Talent und Mut zusammentreffen. Deutsche Kinogeschichte hat der in Bad Wiessee geborene Dietl mit „Schtonk!“ (1992) und „Rossini“ (1997) geschrieben – und Millionen Zuschauer in die Lichtspielhäuser gelockt.

Es ist daher, ein Jahr nach Helmut Dietls Tod, höchste Zeit, das Leben und Werk dieses Mannes zu würdigen, vor allem aber: es in einer Ausstellung zu beleuchten und erfahrbar zu machen. Nach Informationen des Münchner Merkur plant das Münchner Literaturhaus genau das. Unter dem (Arbeits-)Titel „Der ewige Stenz. Helmut Dietl und sein München“ bereitet man am Salvatorplatz derzeit in Kooperation mit Dietls Witwe Tamara eine große Schau vor, die zum ersten Mal auch Teile des Nachlasses des Regisseurs und Drehbuchautors der Öffentlichkeit zugänglich machen wird.

Helmut Dietls unvollendete Lebenserinnerungen als Buch

Kurator der Ausstellung, die der scheidende Literaturhaus-Chef Reinhard G. Wittmann auf den Weg gebracht hat, ist Claudius Seidl, Feuilletonchef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Seidl hat bereits mehrere Bücher zur Film- und Kinogeschichte publiziert. Derzeit läuft im Literaturhaus die Schau zu Thomas Manns „Zauberberg“ (wir berichteten); nach unseren Informationen soll die Dietl-Ausstellung am 13. Oktober öffnen – und anschließend bis Februar 2017 zu sehen sein.

Parallel dazu werden im Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch Helmut Dietls unvollendete Lebenserinnerungen erscheinen. Der Regisseur hat bis zu seinem Tod am 30. März des vergangenen Jahres an seiner Autobiografie gearbeitet. Das Buch mit dem Titel „A bisserl was geht immer“, in dem sich der Autor auch an seine Kindheit und Jugend erinnert, soll am 8. September in den Handel kommen. Offenbar konnten Tamara Dietl und der Verlag Patrick Süskind gewinnen, das Nachwort für diese Publikation zu schreiben. Der zurückgezogen lebende Schriftsteller, Jahrgang 1949, arbeitete mit Helmut Dietl sowohl an den Drehbüchern der Fernsehserien „Monaco Franze“ und „Kir Royal“ als auch an jenen für die Kinofilme „Rossini“ und „Vom Suchen und Finden der Liebe“.

Die erste große Dietl-Ausstellung und dessen Erinnerungen als Buch – bei solchen Aussichten bleibt nur, den Monaco Franze zu zitieren: „Spatzl, schau wia i schau!“

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