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Kunstminister Wolfgang Heubisch ( FDP).

Heubisch warnt vor „Kulturpolitik mit Rasenmäher“

München - Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) warnt angesichts der Diskussion um Kürzungen in der Kultur vor einer „Kulturpolitik mit dem Rasenmäher“.

Die Vorschläge für drastische Einschnitte, die vier Autoren in ihrem Buch „Der Kulturinfarkt“ machen, beruhten „auf einem beängstigend bürokratischen Verständnis von Kulturpolitik“, sagte Heubisch der Nachrichtenagentur dpa in München. „Kultur wird immer von Menschen gemacht. Welches Theaterensemble und welchen Musikschullehrer wollen sie denn nach Hause schicken?“

In ländlichen Regionen seien kulturelle Angebote ein Mittel, um Abwanderung zu verhindern. Spitzenorchester und „Kulturleuchttürme“ seien wiederum entscheidend für die Attraktivität einer Stadt oder Region. „Für mich steht fest - und das lässt sich auch wissenschaftlich nachweisen, dass Länder und Städte wesentlich mehr von der Kultur profitieren als sie leisten“, betonte Heubisch. Dennoch müssten Kulturinvestitionen immer wieder kritisch hinterfragt werden. „Das sind wir schon allein dem Steuerzahler schuldig.“

dpa

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