Manchester United gewinnt Europa League gegen Ajax

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Hilfe zur Steuererklärung

- Nach 30 Jahren kann man wohl von einer Tradition sprechen. Eine solche hat die Münchner CSU mit dem alljährlich am Tag des Filmballs in München stattfindenden Filmgespräch in nunmehr drei Dezennien geprägt.

<P>1974 versammelte Herbert Huber, bis heute Vorsitzender der CSU-Filmkommission, erstmals Politiker und Kreative aus der Filmbranche zum Meinungsaustausch. Der wurde in den Anfangsjahren noch heftig ausgetragen, die Ressentiments auf beiden Seiten waren immens. Doch Herbert Hubers Wagnis konnte sich mit den Jahren tatsächlich etablieren.<BR>Nach den Hahnenkämpfen der Anfangsphase wurde das CSU-Filmgespräch wider allen Unkenrufen zu einer fixen Größe, die Diskutanten traten von Jahr zu Jahr besser vorbereitet aufs Podium, und viele Projekte der bayerischen Filmindustrie gingen auf Anregungen aus diesen Diskussionen hervor.</P><P>"Lieber ein paar anspruchsvolle Filme mehr und dafür nicht um Sportrechte um jeden Preis kämpfen."<BR>Edmund Stoiber</P><P>Ministerpräsidenten ließen sich bislang aber selten blicken. Zum Jubiläum allerdings wollte sich Ministerpräsident Edmund  Stoiber die Gelegenheit zu einer Festansprache nicht nehmen lassen. Und ging flugs als Filmexperte in die Historie des CSU-Filmgesprächs ein, als er vehement Volker Schlöndorff und seinen Film "Die Brechtrommel" lobte. Wenigstens einmal gab es also zum 30. Jahrestag auch schallendes Gelächter im Saal.</P><P>In seiner ansonsten eher besorgten Rede betonte Stoiber die Bedeutung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten für die Produktion deutscher Spielfilme. Ohne die Beteiligung von ZDF, ARD und deren Landesstudios hätten viele Kinofilme nicht realisiert werden können. Als aktuelle Beispiele kann man die am Freitag mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichneten Arbeiten "Kammerflimmern" und "Agnes und seine Brüder" anführen. Um ihren kulturellen Auftrag weiterhin zu erfüllen, sollten sich die öffentlich-rechtlichen Sender, forderte Stoiber, auch weiterhin mehr auf anspruchsvolle Filmprojekte konzentrieren und dafür nicht um jeden Preis um teure Sportrechte kämpfen.</P><P>Das Thema des eigentlichen CSU-Filmgesprächs, "Der Film im Würgegriff des Fiskus - Appell an die kulturpolitische Verantwortung des Staates", in Anschluss an Stoibers Rede erwies sich jedoch rasch als allzu ins Detail verfransendes Gespräch.</P><P>Staatsminister Erwin Huber, die Filmproduzenten Eberhard Junkersdorf und Uschi Reich, Filmanwalt Johannes Kreile und die für Kinofragen zuständige Steuerberaterin Claudia Sendlbeck-Schickor verloren sich nach ersten Statements alsbald in Einzelfragen, wie die Filmwirtschaft endlich Lösungen finden könnte, die vom Bund oktroyierten steuerlichen Zwickmühlen zu umgehen.</P><P>Das mochte für einige Filmproduzenten und deren nächste Steuererklärung relevant sein, für alle anderen allerdings nicht.<BR></P>

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