+
HIM-Frontmann Ville Valo

So war die Show im Kesselhaus

Gegen die Wand: Die HIM-Konzertkritik

München - Haare und Make-Up waren perfekt, doch die vielbeschworenen Tränen rannen bei HIM im Kesselhaus nicht, was hauptsächlich an der Akustik lag: die Konzertkritik.

Der schwarze Kajal dick aufgetragen, die lila Haare antoupiert, das Leder-Minikleid hervorgekramt. Dazu die High Heels mit Nietenbesatz. Alles bereit also für HIM im Kesselhaus. Doch die von den Fünfen so vielbeschworenen Tränen rannen nicht, was hauptsächlich an der Akustik lag.

Vor allem Sänger Ville Valo hatte damit schwer zu kämpfen. Er war oft nur bruchstückhaft zu verstehen, manchmal gar hinter der Gitarrenwand verschwunden. Das hat der Mann mit dem herrlich deftigen Lachen nicht verdient. Wenn man seine Stimme mal hörte, war sie gut: mal zärtlich, mal brutal, aber immer intensiv von Liebe, Tod und Sühne schmachtend, fauchend und kreischend. Das Him-Universum strotzt nicht unbedingt vor wagemutiger Kreativität, auch das aktuelle Album Tears On Tape nicht. Deutlich poplastiger und weniger rockig als die Vorgänger ist es geworden.

Experimente gab’s dafür live, und da brachten vorwiegend alte Hits wie Right Here In My Arms oder das Chris-Isaak-Cover Wicked Game Stimmung. Und der von einer Nervenkrankheit genesene Drummer Mika Karppinen? Alle dienten ihm, wenn er loslegte. Schön!

A. Mayr

Popstars und ihre früheren Berufe: Trucker, Tankwart, Totengräber

Popstars und ihre früheren Berufe: Trucker, Tankwart, Totengräber

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das Merkur-Konzertabo für unsere Leser
Die Jubiläums-Saison hat es in sich: Zum zehnten Mal bietet der Münchner Merkur mit dem BR-Symphonieorchester ein Konzert-Abonnement an.
Das Merkur-Konzertabo für unsere Leser
Sunrise Avenue sorgen für Pop-Rock-Party auf dem Königsplatz und machen Fans selig
Am Freitagabend wurde Münchens Innenstadt mit hörbarer Spielfreude auf die finnische Art beschallt - denn die nordische Band Sunrise Avenue brachte den Königsplatz zum …
Sunrise Avenue sorgen für Pop-Rock-Party auf dem Königsplatz und machen Fans selig
David Lynch – Hollywoods Rätselhaftester
Die Münchner Galerie Karl Pfefferle zeigt Lithografien und Holzschnitte des Künstlers und Filmemachers David Lynch (“Twin Peaks“). Wir haben die Ausstellung im …
David Lynch – Hollywoods Rätselhaftester
Waltraud Meier: „Ich will intelligent gefordert werden“
Ein letztes Mal kehrt Waltraud Meier zu den Bayreuther Festspielen zurück - nach 18 Jahren Abstinenz. Ein Gespräch über ihr Comeback, den Abschied von Rollen und über …
Waltraud Meier: „Ich will intelligent gefordert werden“

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.