Hintergründiges

- "Eine neue Stütze der Gesellschaft": Der Titel ist programmatisch. Die weiße Säule aus fünf verschachtelten Kuben scheint den ganzen Raum zu tragen und verschwindet doch, weiß auf weiß, im Umfeld. Kann sie ihre Funktion erfüllen? Auf der Rückseite wird aus der Installation von Beat Zoderer ein orangefarbenes Büro - für die neue Stütze der Münchner Kunstgesellschaft.

Dina Renninger eröffnet ihre Galerie "Dina4 Projekte" mit der augenfälligen Vieldeutigkeit des Schweizer Künstlers. Aktuelle, sozial relevante und internationale Kunstpositionen will sie zeigen. Die Erfahrung dazu holte sie sich bei der Barbara Gross Galerie in München sowie im Guggenheim Museum New York. Seit einem Jahr hatte sie das Gefühl, selber was machen zu müssen. In den zwei Ladenräumen in der Theresienstraße 51 sollen Installationen und neuere Traditionen in einer Art erweitertem Schaufenster präsentiert werden.

Mit Zoderer ist die Richtung der unkomplizierten, durchaus aber hintergründigen Objekte vorgegeben. Er zimmert aus Holzlatten riesige Rahmenstrukturen, bemalt sie grob und schafft mit diesem "Hologramm" Räume und Durchblicke. "Flechtwerk" aus Moosgummi, "Codierte Strukturen" aus Tonpapier sowie gefaltetes Papier sind ein Spiel mit Alltagsmaterial, mit Muster und Konstruktion im Mondrian-Stil, mit Fast-Perfektion und Raum. Bei den "Plätzchen" wird die Leinwand mit Farbe angeklebt: Bildtradition erfährt ihre herrlich ironische Umkehrung.

Bis 10. Mai. Theresienstr. 51, Tel. 089/ 52 38 90 40.

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