Hoffnung auf sichere Depots

- Ein Jahr nach der Flutkatastrophe haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden noch immer Schätze provisorisch gelagert. "Einige Ausstellungsräume der Galerie Neue Meister dienen weiterhin als Notdepot und sind noch nicht wieder der Öffentlichkeit zugänglich", mussten die Sammlungen bestätigen.

In der Antikenhalle des Albertinums stehen die vor der Flut in Sicherheit gebrachten Abgüsse weiterhin dicht aneinander gereiht. Eine Rückkehr in die alten Lagerräume lehnen die Konservatoren ab. Die weltberühmten Museen sollen ein hochwassersicheres Depot erhalten. Die meisten der vor den Fluten geretteten Werke sind momentan in einem Gebäude der früheren Landesbibliothek untergebracht. <BR><BR>Die Finanzierung des nicht mehr gefährdeten Depots ist nach Zusagen des Bundes gesichert, über den Standort aber noch nicht entschieden. Den Dresdner Sammlungen schwebt dafür der Innenhof des Albertinums vor. "Ein moderner Neubau im Hof des Albertinums könnte architektonisch einen attraktiven Akzent setzen wie es in Paris mit der gläsernen Pyramide gelungen ist", warb die Generaldirektion nun wieder für ihren Vorschlag. <BR><BR>Genau vor einem Jahr hatte die Flutkatastrophe in Sachsen begonnen. Das Hochwasser hatte unterirdische Depots und das Foyer der Gemäldegalerie Alte Meister überflutet. Am 9. November 2002 konnte die Gemäldegalerie wieder öffnen.

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