Hohlmeiers Vorschlag zum NS-Dokuzentrum

- "Die Zivilgesellschaft kommt in diesem Gremium nicht vor." Derart entrüstet hatte sich Ulrike Mascher vom Münchner Initiativkreis für ein NS-Dokumentationszentrum vor wenigen Wochen geäußert. Kritisiert wurde, dass im vorbereitenden Kuratorium nur ein Zeitzeuge, aber keine Vertreter etwa der Weiße Rose Stiftung oder der Verfolgten des Naziregimes/ Antifaschisten sitzen sollen.

<P>Bayerns Kultusministerin Monika Hohlmeier versucht nun, den Streit zu schlichten. In einem Brief an Oberbürgermeister Christian Ude schlägt sie neben dem Kuratorium und dem Wissenschaftlichen Beirat ein drittes Gremium vor.<BR><BR>Die Ministerin denkt an einen Beirat "überregional beteiligter bzw. engagierter Institutionen und Initiativen". Dieser solle einen Sprecher bestimmen, "der in eine enge Kommunikation" mit den künftigen Sprechern der anderen beiden Gremien eingebunden wird. </P><P>Im von Monika Hohlmeier vorgeschlagenen Beirat könnten unter anderem folgende Personen sitzen: Politiker von CSU und SPD (Münchner Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie Stadträte), je ein Vertreter der Bezirksausschüsse Maxvorstadt und Lehel, zwei Delegierte des Initiativkreises, ein Mitglied der Weiße Rose Stiftung, der Leiter des museumspädagogischen Zentrums sowie, ohne Stimmrecht, ein Repräsentant des Kulturreferats und der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.<BR><BR>Die ersten beiden Zirkel, Kuratorium und Wissenschaftlicher Beirat, müssen laut Monika Hohlmeier als "fachlich hochkompetente Gremien mit entsprechender Reputation" eingerichtet werden. Besonders überregional angesehene Persönlichkeiten sollen dem Kuratorium "nationale Aufmerksamkeit" sichern. Dem Wissenschaftlichen Beirat obliege daneben eine "profunde fachliche Vorbereitung" des künftigen NS-Dokumentationszentrums.</P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Landung im Comic-Welttheater
München - Der Münchner Theaterakademie glückt mit „Flight“ von Jonathan Dove eine erstaunliche Aufführung.
Landung im Comic-Welttheater
Kurt Cobain wäre heute 50: So war sein letztes Konzert in München
München - Heute wäre Kurt Cobain 50 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erinnert sich ein Besucher an sein letztes Konzert mit Nirvana in München.
Kurt Cobain wäre heute 50: So war sein letztes Konzert in München
Energie! Skunk Anansie in der Muffathalle
Skunk Anansie leben von ihren Crossover-Hymnen des letzten Jahrtausend. Dennoch, die Band weiß ihr Publikum zu begeistern. Unsere Konzertkritik. 
Energie! Skunk Anansie in der Muffathalle
Wenn die Geister kommen
Toshiki Okadas Stück „Nō Theater“ wurde an den Münchner Kammerspielen unter seiner Regie uraufgeführt. Der japanische Dramatiker schult dabei die ästhetische Wahrnehmung …
Wenn die Geister kommen

Kommentare