Howard Carpendale.
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Howard Carpendale.

Er wird nächstes Jahr 70

Konzert-Kritik: Wie klingt ein Carpendale-Konzert 2015?

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München - Howoard Carpendale hat sie alle nach München mitgebracht: Von "Ti Amo" bis "Hello Again". Lesen Sie seine Konzert-Kritik.

Ja, das mit dem Bücken, das ist so eine Sache... "Da hat mir jetzt eine Dame diese Rosen auf die Bühne gelegt - wie soll ich da denn nun drankommen?" Lachen in der Olympiahalle. Ja, der Howard, der weiß, wie es ist mit dem Älterwerden. 70 wird er nächstes Jahr. Donnerstagabend in München war davon aber nicht viel zu spüren.

Die Anekdoten übers Altern sind freilich Koketterie. Die Haare sitzen perfekt immer, das Lächeln strahlt - und die Augen sowieso. Vor allem aber ist er das, wofür sie ihn lieben, die Damen, die seit Jahren zu seinen Konzerten pilgern: ein Entertainer der alten Schule. So sitzt er da auf seinem Barhocker, den Mikrofonständer in der Hand, vor seiner Band, seinem Team, das er begeistert vorstellt. Wenn er dann noch Elvis' "You are always on my Mind" anstimmt, im blauen Scheinwerferlicht, da träumen sie sich in den Zuschauerreihen schunkelnd, glücklich lächelnd, davon.

Es sind die intimen Momente, die er sich gewünscht hat. Gar nicht schlimm also, dass die Halle nicht ausverkauft ist. Carpendale würde, das hat er im Interview vorab erzählt, ohnehin am liebsten nur vor 250 Leuten singen. "Denn ich habe es gerne, Euch in die Augen zu sehen", sagt er - und steigt die Treppen hinab. In die Menge, zu den Fans, die ihn freudig umringen. Howard zum Anfassen.

Er hat sie alle mitgebracht, die Hits. Von "Ti Amo" bis "Hello Again". Und dazwischen immer wieder Songs von seinem neuen Album, "Das ist unsere Zeit". Doch sie feiern an diesem Abend nicht nur gemeinsam das Jetzt, sondern schwelgen gemeinsam in Erinnerungen an die Vergangenheit.

Carpendale genießt es sichtlich. Seit 50 Jahren tourt er durch seine Wahlheimat Deutschland und bringt die Frauenherzen mit seinem Akzent und den Schmacht-Nummern zum Dahinschmelzen.

Der Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit, er weiß es - und bedankt sich überschwänglich, "wirklich von ganzem Herzen. Das gibt's doch nicht, dass ich heute hier singen darf. Und morgen in Nürnberg. Das wäre alles nicht möglich ohne euch. Danke, tausend Dank, die seit Jahren dabei sind. Ihr seid mir nah am Herzen!"

 

Lesen Sie hier ein Interview mit Howard Carpendale.

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