"Ich würde es gern noch einmal machen"

- Münchens Volkstheater-Intendant geht fremd. Mit Ludwig van Beethovens "Fidelio" gibt Christian Stückl heute in Köln sein Debüt als Opernregisseur. "Eine Oper ist eine ganz andere Herausforderung als ein Schauspiel", sagte Stückl vor der Premiere.

<P>"Die Probenarbeiten haben mir großen Spaß bereitet, ich würde es gern noch einmal machen." Der Anstoß für die Inszenierung und auch der Titel des Werks seien vom Kölner Intendanten Christoph Dammann ausgegangen. Der Kontakt sei durch Peter Ruzicka und die Salzburger Festspiele entstanden, wo Stückl seit drei Jahren und in diesem Jahr zum letzten Mal den "Jedermann" inszeniert.</P><P>"Fidelio", so Stückl, sei eine gute Möglichkeit für den Einstand ins Musiktheater gewesen, da mit Markus Stenz der neue Generalmusikdirektor in Köln am Pult stehen wird: "Die Kölner jedenfalls scheinen sehr gespannt zu sein."</P><P>Mit seiner auch in München für ihn arbeitenden Ausstatterin Marlene Poley habe er Beethovens einzige Oper weitgehend zeitlos inszeniert. "Wir wollen einfach diese Knast- und Befreiungsgeschichte erzählen." Natürlich denke man dabei auch an den Irak, "aber eine direkte Parallele wollten wir nicht ziehen", sagte der 42-jährige Theatermann, der 2010 wieder und damit zum dritten Mal die Passion in Oberammergau betreuen will.</P><P>Stückls Aktivitäten außerhalb Münchens werden in der Landeshauptstadt mit Stolz, Interesse, aber auch mit einer gewissen Sorge beobachtet: Denn die Frage, ob er, der bislang so erfolgreiche Bühnenchef, seinen Intendantenvertrag mit dem Volkstheater über die Spielzeit 2006/ 2007 hinaus verlängern wird, hat er längst noch nicht entschieden.</P>

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