Mit Inbrunst

- Vorbei die Rangeleien um Kompetenzen und Abschlüsse: Die Bayerische Theaterakademie und die Münchner Hochschule für Musik und Theater "arbeiten gern und mit Inbrunst zusammen", wie es Akademie-Präsident Christoph Albrecht formulierte. Was vor allem daran liegt, dass sich er und Hochschul-Rektor Siegfried Mauser bestens verstehen, fern aller "Misshelligkeiten".

<P>Durch solch Harmonie gestärkt, fiel der Akademie die Planung für die Saison 2004/05 offenbar besonders leicht. Mit zwei Projekten lockt die Sparte Musiktheater: "Alarico il Balta", die Oper des hier unbekannten Barock-Komponisten Agostini Steffani, wird am 18. Februar 2005 herausgebracht (Dirigent: Christoph Hammer, Regie: Florentine Klepper). </P><P>Und Rossinis "La Cenerentola" folgt am 17. Juni, wobei noch ein Dirigent verpflichtet werden muss, während Regisseurin Annette Jahns feststeht. Die Besonderheit: Eigentliche Premiere ist schon am 21. Mai im Theater Ingolstadt, das, so Albrecht, "zu unserer zweiten Bühne geworden ist".<BR><BR>Immer nur die Mini-Partien fürs Staatsschauspiel auffüllen, das ist Jochen Schölch, Schauspiel-Chef der Akademie, zu wenig. Er plant "in enger Zusammenarbeit mit Dieter Dorn" im Hof der Alten Münze eine Produktion, in der die Neulinge den Resi-Größen "auf gleicher Augenhöhe" begegnen. Stück und Termin: unbekannt. Nicht jedoch der Regisseur: Jochen Schölch höchstselbst.<BR><BR>Neuer Studiengang für Maskenbildner</P><P>Sein Studiengang bringt überdies am 25. Oktober "Ein toller Tag" von Beaumarchais heraus und am 24. Februar am selben Ort "Der Menschenfeind" von Moliè`re in der Bearbeitung Hans Magnus Enzensbergers. <BR><BR>Wiederaufgenommen wird, wie schon diese Saison, Schölchs Erfolgsinszenierung "Das Ballhaus". Ebenfalls zwei Produktionen hat Kollegin Vicky Hall vom Musical geplant: eine große Musical-Gala am 5. November sowie am 12. März 2005 Stephen Sondheims Opus "Into the Woods", das immerhin 19 Rollen bietet - gerade genug also für Vicky Halls Studenten.<BR><BR>Neu an der Theaterakademie ist der bundesweit erste Bachelor-Studiengang Maskenbild. Zwar werden hier seit 1999 Maskenbildner geschult, doch nun erhalten sie den Status als voll immatrikulierte Studenten. Das Interesse hierfür ist groß, haben sich doch bei der letzten Aufnahmeprüfung rund 350 Bewerber gemeldet. </P><P>Eine personelle Veränderung gibt es im Studiengang Dramaturgie: Dessen Leiter Günter Erken hört planungsgemäß auf, für ihn kommt Katrin Kazubko, dies indes auch nur als Interimslösung bis 2006. Denn dann tritt Klaus Zehelein als neuer Akademie-Präsident an und wird "als der vielleicht beste Dramaturg, den wir in Deutschland haben" (Albrecht) auch diesen Studiengang leiten.<BR></P>

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