Diagnose da: So lange fehlt Müller fehlt den Bayern

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Innehalten mit Maria

- Schon brannte die zweite Kerze auf dem Adventskranz. Und auch der Blick in die Fußgängerzonen lässt keinen Zweifel mehr. Weihnachten rückt mit Riesenschritten heran. So präsentierte sich pünktlich zum zweiten Adventswochenende auch der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Peter Dijkstra mit einem weihnachtlichen Programm. Geladen hatte man in die Schwabinger Sankt-Josephs-Kirche zu einem kurzen Atemholen in der nur vermeintlich stillen Jahreszeit. Zum Innehalten mit einem Programm, das zur Gänze der Jungfrau Maria gewidmet war und dessen musikalischer Bogen sich von gregorianischen Gesängen bis hin zu Zeitgenossen wie Arvo Pärt oder Morten Lauridsen spannte.

Der erste Teil des Konzerts gehörte, ganz dem Motto des Abends folgend, den Frauenstimmen des Ensembles, die nach dem klar intonierten "Ave Maria" von Johannes Brahms auch dessen geistliche Gesänge op. 37 äußerst gefühlvoll und mit zart schwebenden Piani anstimmten. Handfester zur Sache ging es da schon bei Francis Poulencs Messe in G-Dur, für die sich auch die männlichen Kollegen hinzugesellen durften. Und es spricht für Dijkstras Arbeit mit dem Chor, dass sich seine Sänger in den schroffen Rhythmen Poulencs ebenso mühelos zurechtfanden wie in den meditativ fließenden Klängen von Arvo Pärts "Magnificat-Antiphonen". Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet die scheinbar einfachen traditionellen Weihnachtslieder nicht ganz so mühelos von der Hand gehen wollten. Doch letztlich blieb dies der einzige und angesichts der sonst überragenden Leistung auch verzeihliche Schönheitsfehler an diesem besinnlichen Abend, mit dem es tatsächlich gelungen war, ein wenig Ruhe in die hektische "stille Zeit" zu bringen.

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