Intendant rechnet mit Münchner Kulturszene ab

München - Der Intendant des Gärtnerplatztheaters rechnet mit der Münchner Kulturszene ab. Die Münchner Kulturschickeria gehe einem schnell auf die Nerven, stichelte Peters.

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Gärtnerplatz-Intendant geht nach Münster

“Es ist in München mitunter nicht ganz einfach, Theater zu machen, wenn man im Schatten eines großen Opernhauses steht“, sagte Ulrich Peters am Donnerstag bei der Vorstellung des Spielplans für die Saison 2011/2012. Kurz nach Bekanntwerden seines Wechsels an die Städtischen Bühnen in Münster hatte der 55-Jährige am Mittwoch in der “Münsterschen Zeitung“ noch drastischer Kritik geübt: “Die Münchner Kulturschickeria geht einem sehr schnell auf die Nerven.“ Zudem werde man mal “von der Politik umarmt, dann wieder eiskalt im Stich gelassen“.

Peters wird seine Arbeit im nordrhein-westfälischen Münster voraussichtlich zur Spielzeit 2012/2013 aufnehmen. Aus München verabschiedet er sich jedoch nicht ganz freiwillig: Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) wollte den Vertrag von Peters nicht verlängern und machte Josef Ernst Köpplinger, derzeit Intendant am Stadttheater Klagenfurt, zu seinem Nachfolger. Dieser tritt seine Amtszeit zu Beginn der Sanierungsarbeiten des Gärtnerplatztheaters an. Von Mai 2012 bis September 2014 kann das Ensemble nicht im Mutterhaus spielen und muss auf das Prinzregententheater oder das Cuvilliés-Theater ausweichen.

dpa

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