Intendant verlässt Staatsoper Unter den Linden

Berlin - Nach den Querelen mit Generalmusikdirektor Daniel Barenboim verlässt der Intendant der Staatsoper Unter den Linden, Peter Mussbach, das Haus mit sofortiger Wirkung. Die Stiftung Oper in Berlin habe sich mit Mussbach geeinigt, ihn von sämtlichen Pflichten zu entbinden.

Das teilte die Senatskulturverwaltung mit. Grund für die Trennung seien die anhaltenden Differenzen über die Ausrichtung des Betriebs und des künstlerischen Programms. An diesem Freitag will Barenboim an der Staatsoper das Programm für die kommende Spielzeit vorstellen. Damit sind auch die finanziellen Streitigkeiten gelöst.

Mussbach hatte Ende April erklärt, wegen Differenzen beim Etat und der Verwendung von einem zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 10 Millionen Euro könne er keinen gültigen Wirtschaftsplan vorlegen. Mussbach, dessen Vertrag über das Jahr 2010 hinaus nicht verlängert worden war, wollte mehr Geld für Opernproduktionen, Barenboim mehr Mittel für die Staatskapelle.

Der Stiftungsrat der Opernstiftung unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters und Kultursenators Klaus Wowereit (SPD) hatte daraufhin den Stiftungsvorstand angewiesen, einen gültigen Plan vorzulegen. Die zusätzlichen 10 Millionen Euro hatte Berlin der Staatsoper als Gegenleistung für eine Beteiligung des Bundes an der Sanierung der Staatsoper zur Verfügung gestellt.

Während der Renovierung wird die Staatsoper von 2010 bis 2013 in das seit Jahren geschlossene Schillertheater ziehen. Wegen der geringeren Zahl der Zuschauerplätze muss die Oper in dieser Zeit vier Millionen Euro sparen.

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